Discussion:
Ein Stuetzpfeiler im Inneren
(zu alt für eine Antwort)
Lothar Schenk
2010-06-30 13:52:50 UTC
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Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen Krankheit, Altern
und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten, sollte unser Bestreben sein,
sondern durch die Entwicklung guter innerer Eigenschaften und die feste
Verankerung in der meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren
zu errichten.

Der Meditationsvortrag "An Inner Mainstay" von Ajahn Lee Dhammadaro in
deutscher Fassung:

http://home.arcor.de/einsicht/stuetzpfeiler.html#anfang

Weitere Artikel:

http://home.arcor.de/einsicht/nachtiteln.html#anfang
As Below
2010-06-30 14:15:43 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen Krankheit, Altern
und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten, sollte unser Bestreben sein,
sondern durch die Entwicklung guter innerer Eigenschaften und die feste
Verankerung in der meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren
zu errichten.
Wuerde denn dieser "Stuetzpfeiler" einen Schutz gegen Alter Krankheit
und Tod bieten ? Oder soll man sich eben halt mal so einen Stuetzpfeiler
anschaffen - weil Stuetzpfeiler ist ja auch mal schoen ?


mfG

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Lothar Schenk
2010-07-01 08:15:59 UTC
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Post by As Below
Post by Lothar Schenk
Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen Krankheit, Altern
und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten, sollte unser Bestreben sein,
sondern durch die Entwicklung guter innerer Eigenschaften und die feste
Verankerung in der meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren
zu errichten.
Wuerde denn dieser "Stuetzpfeiler" einen Schutz gegen Alter Krankheit
und Tod bieten ?
Ja.
Post by As Below
Oder soll man sich eben halt mal so einen Stuetzpfeiler
anschaffen - weil Stuetzpfeiler ist ja auch mal schoen ?
Nein.
As Below
2010-07-01 08:15:59 UTC
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Raw Message
Post by As Below
Post by Lothar Schenk
Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen Krankheit, Altern
und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten, sollte unser Bestreben sein,
sondern durch die Entwicklung guter innerer Eigenschaften und die feste
Verankerung in der meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren
zu errichten.
Wuerde denn dieser "Stuetzpfeiler" einen Schutz gegen Alter Krankheit
und Tod bieten ?
Ja.
Das ist interessant.
Post by As Below
Oder soll man sich eben halt mal so einen Stuetzpfeiler
anschaffen - weil Stuetzpfeiler ist ja auch mal schoen ?
Nein.
ja, dann war das ja ein guter Tip, Loddar.

mfG

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Monkey Mind
2010-07-01 09:45:51 UTC
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Post by As Below
Post by As Below
Post by Lothar Schenk
Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen Krankheit, Altern
und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten, sollte unser Bestreben sein,
sondern durch die Entwicklung guter innerer Eigenschaften und die feste
Verankerung in der meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren
zu errichten.
Wuerde denn dieser "Stuetzpfeiler" einen Schutz gegen Alter Krankheit
und Tod bieten ?
Ja.
Das ist interessant.
Ich vermute, Lothar meint hier nicht, dass der Alterungsprozess oder der
Tod dadurch ausbleibt, oder dass man nie mehr Krank sein wird, sondern
dass Krankheit, Alter, Tod durch ein ruhiges, gefestigtes Gemüt
betrachtet weniger bedrohlich sind als von einer verwackelten,
unscharfen Perspektive aus.

Es wäre allerdings gut, wenn er das selber erklären würde, dann müssten
wir nicht spekulieren.

Cheers,
Florian
--
Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren wäre
-- Epikur (Spruchsammlung 60)
Horst Noreick
2010-07-01 09:47:12 UTC
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Raw Message
"Monkey Mind" <***@hactrn.ch> schrieb im Newsbeitrag news:i0ho4h$463$***@news.eternal-september.org...
[...]
Post by Monkey Mind
Es wäre allerdings gut, wenn er das selber erklären würde, dann müssten
wir nicht spekulieren.
Lothar schrieb den Text als Einleitung zu dem Text, der sich hinter dem
Link verbirgt.
Post by Monkey Mind
Der Meditationsvortrag "An Inner Mainstay" von Ajahn Lee Dhammadaro
in
http://home.arcor.de/einsicht/stuetzpfeiler.html#anfang
Gruss, Horst
As Below
2010-07-01 10:18:09 UTC
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Raw Message
Post by Horst Noreick
[...]
Post by Monkey Mind
Es wÀre allerdings gut, wenn er das selber erklÀren wÌrde, dann
mÃŒssten
wir nicht spekulieren.
Lothar schrieb den Text als Einleitung zu dem Text, der sich hinter dem
Link verbirgt.
Ja. Aber sagen wir mal so : Wenn es ( was ich jetzt hier nicht explizit
behaupten will, fuer diese Sache ) schon der Einleitung zu oder Werbung
fuer ein Produkt an "rechter Rede" mangelt, dann verliere ich sofort
die Absicht mich mit dem Produkt noch zu beschaeftigen - weil ich ja
sozusagen "auf den ersten Blick" erkennen kann, was es bewirkt.
Post by Horst Noreick
Gruss, Horst
dito

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Monkey Mind
2010-07-01 10:32:33 UTC
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Raw Message
Post by Horst Noreick
[...]
Post by Monkey Mind
Es wäre allerdings gut, wenn er das selber erklären würde, dann müssten
wir nicht spekulieren.
Lothar schrieb den Text als Einleitung zu dem Text, der sich hinter
dem Link verbirgt.
... und den ich gelesen habe. Ich kenne seine Seite seit Jahren, und
finde seine Übersetzungen gut.

Was ich sonst noch gut finde, sind Diskussionen zwischen Personen, die
dieses Zeug selber an sich ausprobieren, und damit meine ich nicht
"letzte Woche habe ich mich zehn minuten lang hingesetzt, oder war es im
Mai?". Der ehrw. Ajahn Lee ist schon einige Jahre tot, und der Buddha
noch länger, mit denen können wir nicht mehr diskutieren.

Anders ausgedrückt: die verschiedenen Meinungen zum Inhalt von Schriften
(wie dem erwähnten Artikel, oder den Suttas usw) sind mir weniger
wichtig als der Austausch darüber, wie sich das eigene Erleben anhand
solchen Anleitungen erforschen lässt. Was bin ich eigentlich, und wie
gehe ich damit um?

Z.B. wird im Artikel eine Liste von Hemmnissen erwähnt. Was passiert,
wenn ich die mal in meinem Erleben beobachte, zu identifizieren
versuche, ihnen auf den Grund gehe? Wie erlebt die jemand anderes als
ich? Vielleicht finde ich ja sechs Hemmnisse? oder bloss vier? Wodurch
werden sie verstärkt, wodurch gedämpft? Kann ich das überhaupt einfach
so erkennen, oder fehlt mir schlicht die Ruhe dazu? Kann ich überhaupt
lange genug konzentriert bei der Sache bleiben, um das zu beobachten?
Wenn nicht, wie kann ich trainieren, um das zu können? Da gibts doch
viel drüber zu diskutieren. Irgendwie schade, wenn wir bloss alle das
lesen und dazu nicken: "das stimmpt, da hatter recht."

Lothar ist halt so bescheiden, dass er bloss kurz darauf hinweist, einen
Text übersetzt zu haben. Wenn ich den jetzt einfach lese und denke,
"das hat ein heiliger Mönch in Thailand gesagt, dann wird das wohl so
sein", dann hätte sich Lothar die Mühe wohl nicht machen müssen, dann
hätte ich direkt die Thai-Version anschauen können, und das gleiche dazu
denken können.
Post by Horst Noreick
Gruss, Horst
Cheers,
Florian
--
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-- Epikur (Spruchsammlung 60)
As Below
2010-07-01 10:11:39 UTC
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Post by Monkey Mind
Post by As Below
Post by As Below
Post by Lothar Schenk
Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen Krankheit, Altern
und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten, sollte unser Bestreben sein,
sondern durch die Entwicklung guter innerer Eigenschaften und die feste
Verankerung in der meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren
zu errichten.
Wuerde denn dieser "Stuetzpfeiler" einen Schutz gegen Alter Krankheit
und Tod bieten ?
Ja.
Das ist interessant.
Ich vermute, Lothar meint hier nicht, dass der Alterungsprozess oder der
Tod dadurch ausbleibt, oder dass man nie mehr Krank sein wird, sondern
dass Krankheit, Alter, Tod durch ein ruhiges, gefestigtes GemÃŒt
betrachtet weniger bedrohlich sind als von einer verwackelten,
unscharfen Perspektive aus.
Achso.
Ja und warum sollte man dann "nicht" nach Besitz "trachten"?

Naja, vielleicht verstehe ich das auch nicht richtig, weil ich selbst
letztendlich nur noch nach Besitz und Geld trachte. Das scheint mir das
einzig sinnvolle Trachten in der Welt zu sein. Besitz und Geld ist ja
das, was man am leichtesten wieder verlieren kann. Es ist kaum moeglich,
sein Herz daran zu binden, so wie etwa bei der Herzensbindung an ein
Ideal.

Und letzten Endes muessen ja auch Monastrien, Kloester und Tempel, und
Missionen , deren Bau und Unterhalt, finanziert werden.

Seine Antworten an mdr "klingen" doch sehr genervt, als waere etwas
"Selbstverstaendliches" nicht beachtet worden. (als haette man ihn mit
bloeden Fragen aus einem schoenen Traum geweckt... :-) )
Post by Monkey Mind
Es wÀre allerdings gut, wenn er das selber erklÀren wÌrde, dann mÌssten
wir nicht spekulieren.
Das was einem selbst als selbst-verstaendlich erscheint, ist oft nicht
oder nur sehr schwer an das Verstaendnis anderer zu vermitteln.

Schaun wir mal...
Post by Monkey Mind
Cheers,
Florian
dito

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Monkey Mind
2010-07-02 08:50:54 UTC
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Raw Message
Post by As Below
Post by Monkey Mind
Post by As Below
Post by As Below
Post by Lothar Schenk
Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen
Krankheit, Altern und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten,
sollte unser Bestreben sein, sondern durch die Entwicklung
guter innerer Eigenschaften und die feste Verankerung in der
meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren zu
errichten.
Wuerde denn dieser "Stuetzpfeiler" einen Schutz gegen Alter
Krankheit und Tod bieten ?
Ja.
Das ist interessant.
Ich vermute, Lothar meint hier nicht, dass der Alterungsprozess oder
der Tod dadurch ausbleibt, oder dass man nie mehr Krank sein wird,
sondern dass Krankheit, Alter, Tod durch ein ruhiges, gefestigtes
Gemüt betrachtet weniger bedrohlich sind als von einer verwackelten,
unscharfen Perspektive aus.
Achso.
Ja und warum sollte man dann "nicht" nach Besitz "trachten"?
Du liest genauer als ich. Das ist mir doch tatsächlich durch die Lappen
gegangen.

Vielleicht ist Strebsamkeit eine begrenzte Ressource? Also ich kenne
das schon, diese Zeitspannen, in denen die verfügbaren Ressourcen
gewissermassen vollständig fürs Erreichen eines bestimmten Ziels
aufgebracht werden.

Vielleicht ist das Wort "nicht" aus Lothars Beitrag so gemeint - man hat
im allgemeinen die Wahl, worauf man wieviel von der eigenen Strebsamkeit
richten will, und "nicht" ist die polemische Aufforderung, die
gewohnheitsmässige Ausrichgung dieser Strebsamkeit als Gewohnheit zu
betrachten statt als Gegebenheit.

Am besten wäre es schon, wenn Lothar das selber erklären würde.
Ratespiele sind ja ganz lustig, aber auch nur eine kurze Zeit lang.
Post by As Below
Naja, vielleicht verstehe ich das auch nicht richtig, weil ich selbst
letztendlich nur noch nach Besitz und Geld trachte. Das scheint mir das
einzig sinnvolle Trachten in der Welt zu sein.
"in der Welt" ist da wohl der Schlüssel.
Post by As Below
Besitz und Geld ist ja das, was man am leichtesten wieder verlieren
kann. Es ist kaum moeglich, sein Herz daran zu binden, so wie etwa bei
der Herzensbindung an ein Ideal.
Besitz ist kein Ideal? Genau betrachtet gehört sogar mein Körper
inklusive Gerirn, das sich diese Zeilen ausdenkt, zum Universum und
nicht mir.
Post by As Below
Und letzten Endes muessen ja auch Monastrien, Kloester und Tempel, und
Missionen , deren Bau und Unterhalt, finanziert werden.
Ja. Welche Rolle dabei das Streben nach eigenem Besitz spielt, ist
ziemlich offen.

Cheers,
Florian
--
Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren wäre
-- Epikur (Spruchsammlung 60)
As Below
2010-07-02 10:18:04 UTC
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Raw Message
Post by As Below
Achso.
Ja und warum sollte man dann "nicht" nach Besitz "trachten"?
Du liest genauer als ich. Das ist mir doch tatsÀchlich durch die Lappen
gegangen.
Vielleicht ist Strebsamkeit eine begrenzte Ressource? Also ich kenne
das schon, diese Zeitspannen, in denen die verfÃŒgbaren Ressourcen
gewissermassen vollstÀndig fÌrs Erreichen eines bestimmten Ziels
aufgebracht werden.
mhmmm... ja, das kenne ich aber nur als Notwendigkeit, oder im
Zusammenhang mit Notwendigkeit.
Vielleicht ist das Wort "nicht" aus Lothars Beitrag so gemeint - man hat
im allgemeinen die Wahl, worauf man wieviel von der eigenen Strebsamkeit
richten will,
Ja, aber nur wenn die Rahmenbedingungen diese Wahl zulassen.
Wenn dein Fortkommen in einem taeglichen "Kampf" um bescheidenen
Wohlstand besteht, hast du ja diese Wahl nicht.

Ich glaube eher, es geht um den alten Teufel "Gier". Gier ist aber,
meiner Ansicht nach, nicht abhaengig oder begruendet im "Objekt" der
Gier. Ich kannmir vorstellen, dass jemandes Gier nach Bestaetigung oder
Uebereinstimmung, vielleicht sogar seine Gier nach "erkenntnissen", aus
der genannten soliden Mittelsaeule einen morschen Marterpfahl macht.
und "nicht" ist die polemische Aufforderung, die
gewohnheitsmÀssige Ausrichgung dieser Strebsamkeit als Gewohnheit zu
betrachten statt als Gegebenheit.
Am besten wÀre es schon, wenn Lothar das selber erklÀren wÌrde.
Ratespiele sind ja ganz lustig, aber auch nur eine kurze Zeit lang.
jo.
Post by As Below
Naja, vielleicht verstehe ich das auch nicht richtig, weil ich selbst
letztendlich nur noch nach Besitz und Geld trachte. Das scheint mir das
einzig sinnvolle Trachten in der Welt zu sein.
"in der Welt" ist da wohl der SchlÃŒssel.
ja, wo auch sonst. In meiner Fantasie gibt es ja all die Probleme und
das Leid "aus Armut" vielleicht gar nicht.
Post by As Below
Besitz und Geld ist ja das, was man am leichtesten wieder verlieren
kann. Es ist kaum moeglich, sein Herz daran zu binden, so wie etwa bei
der Herzensbindung an ein Ideal.
Besitz ist kein Ideal?
So wie ich es sehe ganz bestimmt nicht. Besitz / Geld ist "Mittel zum
Zweck". Und ich finde erst da lohnt sich eine naehere Betrachtung oder
eine Diskusision, hinsichtlich dessen das Leidminderung Entlastung der
vom Motiv Mitgefuehl gesetzte Zweck ist.

(Vielleicht auch schon vorher, was sagt den der ehrenwerte Herr Gotamo
zum "Erwerbsleben" ?)
Genau betrachtet gehört sogar mein Körper
inklusive Gerirn, das sich diese Zeilen ausdenkt, zum Universum und
nicht mir.
Ja. Niemand hat einen "eigenen Geist". Wir haben jeder nur unseren
eigenen Bottich und , wie du so schoen sagst : "gehoeren" tut uns gar
nix. Wir eignen uns etwas an - aber wir koennen nichts halten. Nicht
einmal die Freude, die aus erfolgreichem Besitzstreben aufsteigt,
koennen wir halten. Erst wird der Geschmack schaal und dann entsteht die
Hoffnung (Gewahrwerdung neuer Moeglichkeiten und Optionen) auf neue
Freude und dann entwickelt sich die Gier danach diese Freude immer
wieder zu erleben. Und wir wenden uns ab vom Leid, hin zu unseren
ganz privaten "Freuden" - woraus auch immer sie bestehen moegen, woran
auch immer sie sich wenden.

Das ist aber in der geistigen Welt nicht anders als in der weltlichen
Welt. Wir lesen ein erbauliches Buch mit Freude, fuer einen Moment
traegt es uns in "no struggle" - aber dann lesen wir ein weiteres buch,
und noch eins und noch eins... : "Wolken am Himmel."

(und es ist dieses "im Gras liegen" was uns das Glueckgefuehl bescheert,
und unsere eigene Fantasie, die im Dampf fantastische dinge zu erkennen
vermag - es sind nicht die wolken.)

Fuer anscheinend Gutes werden wir belohnt, durch bestimmte Stoffe die
unser Koerper und unser Gehirn uns herstellt, fuer anscheinend
Schlechtes werden wir bestraft, indem unser System wieder andere Stoffe
herstellt, die Niedergeschlagenheit und Angst fuehlbar machen.
Post by As Below
Und letzten Endes muessen ja auch Monastrien, Kloester und Tempel, und
Missionen , deren Bau und Unterhalt, finanziert werden.
Ja. Welche Rolle dabei das Streben nach eigenem Besitz spielt, ist
ziemlich offen.
Jo, ich erinnere mich nicht daran, dass sich Herr Gotamo gegen ein
"erwaerbsleben" per se ausgesprochen hat. Gleichwohl gibt es auch im
Erwerbsleben die selben Regeln zu beachten, wenn man nicht Leid fuer
sich selbst und andere verursachen will.

Und "die Moenche", Menschen die sich aus der Welt zurueckziehen ins
Ueber-Private, sind nun einmal auf die Fuersorge der anderen, der
Erwerbstaetigen, angewiesen.

Und das sollten wir nicht vergessen, aber auch nicht irgendwie zu hoch
bewerten. Ich denke man sollte es vermeiden, bei den Moenchen den
Eindruck zu erwecken, sie seinen zu einer Gegen oder Ausgleichs-Leistung
verpflichtet. Das waere in jeder Hinsicht eine grausame Pervertierung des
Da-Seins als Moench.
Cheers,
Florian
dito

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Maximilien de Robespierre
2010-07-01 08:13:03 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen Krankheit, Altern
und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten, sollte unser Bestreben sein,
sondern durch die Entwicklung guter innerer Eigenschaften und die feste
Verankerung in der meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren
zu errichten.
Geld und Besitztümer sind doch angenehm und erleichtern es einem "gute
innere Eigenschaften" zu entwickeln. Ich vermag in diesen Dingen keinen
Widerspruch zu finden. Ganz im Gegenteil, beides ergänzt sich wunderbar.
Ansonsten ist für mich der ausgewogene Weg der richtige.

Maximilien
Lothar Schenk
2010-07-01 08:35:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
Nicht Geld und Besitztuemer anzuhaeufen, die uns gegen Krankheit, Altern
und Tod letzten Endes keinen Schutz bieten, sollte unser Bestreben sein,
sondern durch die Entwicklung guter innerer Eigenschaften und die feste
Verankerung in der meditativen Sammlung einen Stuetzpfeiler im Inneren
zu errichten.
Geld und Besitztümer sind doch angenehm
Eben.
Post by Maximilien de Robespierre
und erleichtern es einem "gute
innere Eigenschaften" zu entwickeln.
Eben nicht.
Post by Maximilien de Robespierre
Ich vermag in diesen Dingen keinen
Widerspruch zu finden.
Lerne, tiefer zu schauen.
Post by Maximilien de Robespierre
Ganz im Gegenteil, beides ergänzt sich wunderbar.
Ansonsten ist für mich der ausgewogene Weg der richtige.
Fuer mich ist der Weg zur Beendigung des Leidens der richtige, ob nun
"ausgewogen" oder nicht.

Das Ziel bestimmt den Weg. Ob mir die Gegend gefaellt, durch die der Weg
dorthin fuehrt, ist nebensaechlich.
Maximilien de Robespierre
2010-07-01 10:27:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lothar Schenk
Post by Maximilien de Robespierre
Geld und Besitztümer sind doch angenehm
Eben.
Post by Maximilien de Robespierre
und erleichtern es einem "gute
innere Eigenschaften" zu entwickeln.
Eben nicht.
Wieseo nicht? Wenn die Anhaftung fehlt oder sagen wir besser und
ehrlicher gering ist. In meinem kühlen schattigen Garten kann ich zur
Zeit viel besser zu mir finden als in einer kleinen Mietwohnung an einer
lauten Kreuzung.
Post by Lothar Schenk
Post by Maximilien de Robespierre
Ich vermag in diesen Dingen keinen
Widerspruch zu finden.
Lerne, tiefer zu schauen.
Hat sich Siddharta nicht selber von der Askese abgewendet und ein
ausgewogenes Mittelmaß empfohlen?
Post by Lothar Schenk
Post by Maximilien de Robespierre
Ganz im Gegenteil, beides ergänzt sich wunderbar.
Ansonsten ist für mich der ausgewogene Weg der richtige.
Fuer mich ist der Weg zur Beendigung des Leidens der richtige, ob nun
"ausgewogen" oder nicht.
Das Leiden kann man nur vollständig durch die Überwindung des eigenen
Lebens beenden. Das möchte ich aber noch nicht.
Post by Lothar Schenk
Das Ziel bestimmt den Weg. Ob mir die Gegend gefaellt, durch die der Weg
dorthin fuehrt, ist nebensaechlich.
Es mag sein, das ich soweit noch nicht bin. Ich glaube, das ich so weit
auch nicht kommen möchte. Falls mein Leben einmalig ist, habe ich nur
diese eine Chance einen für mich optimalen Weg zu finden und zu gehen.
Einseitiger, übertriebener Verzicht entspricht genausowenig meiner Natur
wie hemmungsloser Konsum und der augenblicklich zelebrierte Tanz um das
goldene Kalb. Sollte sich meine "Existenz" irgendwie fortpflanzen,
wowovn ich nicht ausgehe aber das Gegenteil nicht beweisen kann, kann
ich nichts wirklich dagegen tun und nur hoffen das es mir ähnliche
Chancen wie mein jetziges Leben bietet.

Maximilien
As Below
2010-07-01 11:46:01 UTC
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Raw Message
Post by Maximilien de Robespierre
Hat sich Siddharta nicht selber von der Askese abgewendet und ein
ausgewogenes Mittelmaß empfohlen?
Ja, aber das Armuts-Geleubte ist fuer Moenche dennoch nicht aufgehoben.

Und diese bestimmte form der Askese, wendete sich an eine totale
Vernachlaessigung des eigenen Koerpers bis zur Zerstoerung, bis zum
Absterben - in der Hoffnung dadurch Ueber-Weltliche Faehigkeiten und
Kraefte zu entwickeln.
Post by Maximilien de Robespierre
Das Leiden kann man nur vollständig durch die Überwindung des eigenen
Lebens beenden. Das möchte ich aber noch nicht.
So ?
Ich wuesste noch nicht einmal, was ich mir unter einem "eigenen Leben"
vorzustellen haette, noch weniger was es bedeuten soll, ein solches zu
Ueberwinden.

Was das mit Leid-Verminderung zu tun haben soll, muss mir folglich
entgehen.
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
Das Ziel bestimmt den Weg. Ob mir die Gegend gefaellt, durch die der Weg
dorthin fuehrt, ist nebensaechlich.
Das allerdings empfinde ich schon als eine Art "Fanatismus", und da bin
ich nur froh, dass der Loddar hier (noch) darauf verzichtet, dies als
verbindlich fuer jeden Menschen darzustellen.
Post by Maximilien de Robespierre
Es mag sein, das ich soweit noch nicht bin. Ich glaube, das ich so weit
auch nicht kommen möchte.
Ja, das ist auch dein Gutes Recht, so zu Glauben.
so glauben ja auch viele Menschen.


mfG

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Maximilien de Robespierre
2010-07-01 13:55:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by As Below
Post by Maximilien de Robespierre
Hat sich Siddharta nicht selber von der Askese abgewendet und ein
ausgewogenes Mittelmaß empfohlen?
Ja, aber das Armuts-Geleubte ist fuer Moenche dennoch nicht aufgehoben.
In vielen Richtungen des Mahayana Buddhismus insbesondere im Zen sind
ziemlich viele Regeln und Vorschriften aufgehoben. Dort gibt es auch
schon lange kein Zölibat mehr. Damit hat sich das ehemals große Problem
mit der Unzucht mit Kindern und Tieren weitestgehend von selbst gelöst.
Selbst homosexuelle Ersatzhandlungen sind seltener geworden.
Im Gegensatz zum Katholizismus entwicklen sie sich eben weiter.
Post by As Below
Und diese bestimmte form der Askese, wendete sich an eine totale
Vernachlaessigung des eigenen Koerpers bis zur Zerstoerung, bis zum
Absterben - in der Hoffnung dadurch Ueber-Weltliche Faehigkeiten und
Kraefte zu entwickeln.
Post by Maximilien de Robespierre
Das Leiden kann man nur vollständig durch die Überwindung des eigenen
Lebens beenden. Das möchte ich aber noch nicht.
So ?
Ich wuesste noch nicht einmal, was ich mir unter einem "eigenen Leben"
vorzustellen haette, noch weniger was es bedeuten soll, ein solches zu
Ueberwinden.
Das eigene Leben ist Dein biologisch funktionierender Körper. Dieser
erzählt Dir wann Du leidest. Nur wenn Du ihn vernichtest bist Du
leidensfrei aber auch nicht mehr Existent.
Post by As Below
Was das mit Leid-Verminderung zu tun haben soll, muss mir folglich
entgehen.
Wir sprachen nicht von Verminderung sondern von Überwindung. Zur
Vermindung kann man einiges tun ohne sich selbst aufzugeben und zu
zerstören.
Post by As Below
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
Das Ziel bestimmt den Weg. Ob mir die Gegend gefaellt, durch die der Weg
dorthin fuehrt, ist nebensaechlich.
Das kommt mir so vor, wie die Geschichte vom Mönch, der sich selber die
Augenlieder abschnitt um immer Wachsam zu bleiben.
Post by As Below
Das allerdings empfinde ich schon als eine Art "Fanatismus", und da bin
ich nur froh, dass der Loddar hier (noch) darauf verzichtet, dies als
verbindlich fuer jeden Menschen darzustellen.
Dies entspricht auch nicht dem, was ich glaube intuitiv verstanden zu
haben. Alleine seine eigene Natur zu erkennen und demgemäß zuleben
verringert einiges an Leiden. Der Weg, aber auch das Ziel liegt in einem
selbst. Wenn der Alterungsprozess zu weit fortgeschritten ist und einige
fiese, nicht heilbare Krankheiten dazu kommen kann es sinnvoll sein den
Notausgang zu wählen.
Post by As Below
Post by Maximilien de Robespierre
Es mag sein, das ich soweit noch nicht bin. Ich glaube, das ich so weit
auch nicht kommen möchte.
Ja, das ist auch dein Gutes Recht, so zu Glauben.
so glauben ja auch viele Menschen.
Muss ich das jetzt verstehen?

Maximilien
As Below
2010-07-01 13:56:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Maximilien de Robespierre
Das eigene Leben ist Dein biologisch funktionierender Körper. Dieser
erzählt Dir wann Du leidest. Nur wenn Du ihn vernichtest bist Du
leidensfrei aber auch nicht mehr Existent.
oeh...

och noe.
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