Discussion:
Warum?
(zu alt für eine Antwort)
Lothar Schenk
2010-07-03 09:04:09 UTC
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Raw Message
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
betrachtet, gibt es nichts wichtigeres. Es ist das grosse Lebensproblem,
und doch neigt die Gesellschaft dazu, sich von den Problemen des
Alterns, der Krankheit und des Todes zu distanzieren, sie beiseite zu
schieben, weil andere Dinge dringlicher erscheinen. Einen Haufen Geld zu
machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist
wichtiger. Was auch immer. Und die grossen Lebensfragen -- die Tatsache,
dass man auf die Leiden und Erniedrigungen zusteuert, die mit einem
alternden, kranken oder sterbenden Koerper einhergehen -- werden
verdraengt, zur Seite geschoben. "Noch nicht, noch nicht, vielleicht ein
anderes Mal." Und natuerlich, wenn das "andere Mal" dann da ist und
diese Dinge akut werden, dann akzeptieren sie kein "noch nicht", dann
lassen sie sich nicht mehr verdraengen. Wenn man sich nicht darauf
vorbereitet hat, dann geht man voellig hilflos den Bach runter.

Das sind also die wichtigsten Dinge, auf die man sich vorbereiten
sollte. Eine Menge anderer Sachen im Leben sind ungewiss, aber ein paar
sind gewiss. Alter kommt. Krankheit kommt. Tod kommt mit Sicherheit.
Wenn man also weiss, dass etwas mit Sicherheit kommen wird, dann muss
man sich darauf vorbereiten. Und wenn man merkt, dass dies die
wichtigste Frage im Leben ist, muss man sich anschauen, wie man sein
Leben fuehrt. Meditation -- die Praxis der Buddhalehre -- ist nicht
bloss, dass man sich dann und wann mit geschlossenen Augen hinsetzt. Es
geht darum, seine Prioritaeten zu ordnen. Wie der Buddha sagte, wenn man
sieht, dass es einen hoeheren Gluecksgrad gibt, den man erreichen kann,
wenn man niedrigere Formen des Gluecks opfert, dann opfert man diese
niedrigeren. Betrachtet euer Leben und woran ihr euch festhaltet, die
kleinen Stellen, wo der Geist sein Vergnuegen, aber keine wirkliche
Zufriedenheit findet: sind das die Dinge, an denen ihr euch wirklich
festhalten wollt? Sollen das die Faktoren sein, die euer Leben bestimmen?

Und dann kann man an Fragen von groesserer Tragweite denken. Die
Moeglichkeit, ein Glueck zu erfahren, das ueber Altern, Krankheit und
Tod hinausgeht: soll das die erste Prioritaet in eurem Leben haben?

Das sind Fragen, die wir uns alle innerlich stellen sollten. Der Buddha
gibt uns die Antworten nicht vor. Er setzt uns einfach auseinander, was
die Lage ist. Er sagt, dass es die Moeglichkeit zu einem Glueck gibt,
das ueber jenes Glueck hinausgeht, das davon kommt, dass man einfach nur
isst und schlaeft, sich um den Koerper kuemmert und sich's bequem macht.
Diese Moeglichkeit ist die gute Nachricht in der Lehre Buddhas, vor
allem weil fast alle Welt sagt: "Na ja, das ist schliesslich alles im
Leben, also mach das beste draus. Sei mit diesen Augenblicksfreuden
zufrieden und denk nicht an andere Sachen. Werd' nicht unzufrieden mit
dem, was du hast." Wenn man ueber diese Haltung nachdenkt, dann ist das
wirklich deprimierend, weil es ja nur bedeutet, dass man an sich rafft,
was geht, bevor man stirbt. Und wenn man stirbt, kann man es nicht
mitnehmen.

Aber der Buddha sagte, dass es eine Art von Glueck gibt, eine Art des
Wissens im Geist, die ueber Altern, Krankheit und Tod hinausgeht, und
die durch menschliche Anstrengung gewonnen werden kann, wenn man es
richtig macht. Das ist also sowohl eine gute Nachricht als auch eine
Herausforderung. Gibt man sich damit zufrieden, ein normales Leben zu
fuehren und seine Zeit zu verplempern? Oder nimmt man die
Herausforderung an, sich um wichtigere Dinge zu kuemmern, sich dieser
Moeglichkeit zu widmen?'

Thanissaro Bhikkhu: Das Wie und das Warum

http://home.arcor.de/einsicht/wieundwarum.html
As Below
2010-07-03 11:37:42 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
betrachtet, gibt es nichts wichtigeres. Es ist das grosse Lebensproblem,
und doch neigt die Gesellschaft dazu, sich von den Problemen des
Alterns, der Krankheit und des Todes zu distanzieren, sie beiseite zu
schieben, weil andere Dinge dringlicher erscheinen. Einen Haufen Geld zu
machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist
wichtiger. Was auch immer. Und die grossen Lebensfragen -- die Tatsache,
dass man auf die Leiden und Erniedrigungen zusteuert, die mit einem
alternden, kranken oder sterbenden Koerper einhergehen -- werden
verdraengt, zur Seite geschoben. "Noch nicht, noch nicht, vielleicht ein
anderes Mal." Und natuerlich, wenn das "andere Mal" dann da ist und
diese Dinge akut werden, dann akzeptieren sie kein "noch nicht", dann
lassen sie sich nicht mehr verdraengen. Wenn man sich nicht darauf
vorbereitet hat, dann geht man voellig hilflos den Bach runter.
mhmmm....
Post by Lothar Schenk
Das sind also die wichtigsten Dinge, auf die man sich vorbereiten
sollte. Eine Menge anderer Sachen im Leben sind ungewiss, aber ein paar
sind gewiss. Alter kommt. Krankheit kommt. Tod kommt mit Sicherheit.
Wenn man also weiss, dass etwas mit Sicherheit kommen wird, dann muss
man sich darauf vorbereiten.
Tja, schaun wir mal...
Post by Lothar Schenk
Und wenn man merkt, dass dies die
wichtigste Frage im Leben ist,
Also, ich kann da nur fuer mich sprechen :
Ich halte diese Fragen fuer absolut unwichtig. Es ist nun einmal so,
dass wirklich alles ohne Ausnahme diesem Zyklus unterworfen ist. Und
wenn man das vestanden hat, dann ist man insoweit darauf vorbereitet,
dass man es eben akzeptiert. Jeden Tag entstehen und vergehen in unserem
Geist Ideen, Gedanken, Erinnerungen - wie soll man sich darauf
vorbereiten ? Man kann es akzeptieren oder der Wahnvorstellung
anheimfallen, man koennte irgendetwas dagegen tun, irgendetwas daran
gestalten. Aber wie gesagt, das sind Wahnvorstellungen.
Post by Lothar Schenk
muss man sich anschauen, wie man sein
Leben fuehrt. Meditation -- die Praxis der Buddhalehre -- ist nicht
bloss, dass man sich dann und wann mit geschlossenen Augen hinsetzt.
Ja, nun ich habe schon huebschere Storhmaenner gesehen, auf die dann
eingedroschen wurde.
Wenn aber eine "positive Message" nur als "Gegenteil oder Gegensatz"
zu herbeigefaselten negativen Bilder vermitteln laesst, ist sie ja
tatsaechlich keine "rechte Rede". Wer das andere Schlechte und Boese und
Dumme immerwieder erschaffen muss, um das eigene gute in bild zu setzen,
der hat hinsichtlich Tot und Wiedergeburt noch nichts verstanden.
Post by Lothar Schenk
Es
geht darum, seine Prioritaeten zu ordnen. Wie der Buddha sagte, wenn man
sieht, dass es einen hoeheren Gluecksgrad gibt, den man erreichen kann,
wenn man niedrigere Formen des Gluecks opfert, dann opfert man diese
niedrigeren.
Achwas, es ist einfach so, dass es automatisch geschieht und kein Opfer
ist : weite ich meine Freiraeume und befreie ich mich von Belastungen,
dann hat die Idee hier irgendwelche Opfer zu bringen da ueberhaupt
nichts mit zu tun.
Post by Lothar Schenk
Betrachtet euer Leben und woran ihr euch festhaltet, die
kleinen Stellen, wo der Geist sein Vergnuegen, aber keine wirkliche
Zufriedenheit findet: sind das die Dinge, an denen ihr euch wirklich
festhalten wollt? Sollen das die Faktoren sein, die euer Leben bestimmen?
och, jetzt reichts...
Post by Lothar Schenk
Thanissaro Bhikkhu: Das Wie und das Warum
Weisste Loddar, entweder du hast nix kappiert vom Kram, oder da gab es
gar nix zu kappieren...

Ganz offensichtlich hast du nichts von alledem in dein Leben ungesetzt,
oder es gab halt nichts womit man wirklich etwas anfangen kann -

und darum hast du auch keine "erfahrungen" die du in eigenen Worten
schildern kannst, Realisationen die du mit eigenen Worten vermitteln
kannst.

Klammere dich doch nicht an solche Sermonalien. Das sind doch
"Selbst-Gespraeche" in denen der Moench sich selbst zu erklaeren
versucht, wie er dahin gekommen ist, wo er jetzt festsitzt...

eben halt im "Un-wissen der Anderen".
Und das ist auch das einzige wohin er dich fuehren kann.

Das ist aber nix dolles.
Das belastet doch nur.

Und vor allen Dingen : Das ist ja laengst abgearbeitet, laengst weit
ueberstiegen. Fuer wie dumm und beschraenkt dieser Moench die
"Buddhisten" haelt. Das ist nicht schoen und eine komplette
Fehleinschaetzung.


mfG

f
--
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Lothar Schenk
2010-07-04 10:59:47 UTC
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Raw Message
Aber es waere schon schoen, wenn Andere deine Wahnvorstellungen mit dir
teilen wuerden, nicht wahr?
As Below
2010-07-04 14:40:49 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
Aber es waere schon schoen, wenn Andere deine Wahnvorstellungen mit dir
teilen wuerden, nicht wahr?
Och Lotharr...
--
F.M.O. : fmbnewsclub.blogspot.com
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Maximilien de Robespierre
2010-07-06 13:27:35 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
Wieso? Bei unendlich vielen Lebenszyklen hat man doch noch immer wieder
die Gelegenheit dazu. ;-)

Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.
Post by Lothar Schenk
Es ist das grosse Lebensproblem,
und doch neigt die Gesellschaft dazu, sich von den Problemen des
Alterns, der Krankheit und des Todes zu distanzieren, sie beiseite zu
schieben, weil andere Dinge dringlicher erscheinen.
Viele interessieren sich für diese Fragen nicht. Sie müssen es auch
nicht. Egal ob man sich dafür interessiert oder nicht, am Ende läuft
immer alles auf daasselbe hinaus. Manchen Menschen Natur ist es, sich
selber zu suchen und die begeben sich dann auf ihren eigenen Weg.
Post by Lothar Schenk
Einen Haufen Geld zu
machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist
wichtiger. Was auch immer.
Warum nicht. Geschieht dies alles auf ehrbare Weise ist meines erachtens
nichts dagegen einzuwenden.
Post by Lothar Schenk
Und die grossen Lebensfragen -- die Tatsache,
dass man auf die Leiden und Erniedrigungen zusteuert, die mit einem
alternden, kranken oder sterbenden Koerper einhergehen -- werden
verdraengt, zur Seite geschoben. "Noch nicht, noch nicht, vielleicht ein
anderes Mal." Und natuerlich, wenn das "andere Mal" dann da ist und
diese Dinge akut werden, dann akzeptieren sie kein "noch nicht", dann
lassen sie sich nicht mehr verdraengen. Wenn man sich nicht darauf
vorbereitet hat, dann geht man voellig hilflos den Bach runter.
Ich lag am Anfang letzten Jahres mehrere Wochen mit einer
lebensbedrohlichen Erkrankung im Krankenhaus. Der ernst der Lage war mir
einigermaßen klar. Im nachhinein ist mir bekannt das meine
Überlebenswahrscheinlichkeit ca. 20% betrug. In dieser Situation,
abhängig von Ärzten und Pflegern, habe ich gemerkt, das ich mich
tatsächlich einigermaßen erfolgreich mit Deinen Sinnfragen beschäftigt
habe. Ich war unheimlich gelassen und ruhig und hätte auch keinerlei
Angst vor einem möglichen bevorstehenden Ableben. Es ist für mich also
keine bloße Theorie mehr. Mittlerweile bin ich vollständig genesen und
auch wieder sportlich so aktiv wie vorher. Es ist die Gelassenheit, die
einen weiter bringt.
Post by Lothar Schenk
Das sind also die wichtigsten Dinge, auf die man sich vorbereiten
sollte.
Es hat was, wenn man der Zukunft, egal was kommt, einigermaßen gelassen,
in sich ruhend entgegentreten kann. Es ist jedoch kein Ding für jeden.
Post by Lothar Schenk
Eine Menge anderer Sachen im Leben sind ungewiss, aber ein paar
sind gewiss. Alter kommt. Krankheit kommt. Tod kommt mit Sicherheit.
Wenn man also weiss, dass etwas mit Sicherheit kommen wird, dann muss
man sich darauf vorbereiten. Und wenn man merkt, dass dies die
wichtigste Frage im Leben ist, muss man sich anschauen, wie man sein
Leben fuehrt. Meditation -- die Praxis der Buddhalehre -- ist nicht
bloss, dass man sich dann und wann mit geschlossenen Augen hinsetzt. Es
geht darum, seine Prioritaeten zu ordnen. Wie der Buddha sagte, wenn man
sieht, dass es einen hoeheren Gluecksgrad gibt, den man erreichen kann,
wenn man niedrigere Formen des Gluecks opfert, dann opfert man diese
niedrigeren. Betrachtet euer Leben und woran ihr euch festhaltet, die
kleinen Stellen, wo der Geist sein Vergnuegen, aber keine wirkliche
Zufriedenheit findet: sind das die Dinge, an denen ihr euch wirklich
festhalten wollt? Sollen das die Faktoren sein, die euer Leben bestimmen?
Das klingt leider alles so, als ob es nicht aus Dir selbst heraus käme.
Du plapperst einfach nach, woran Du ungeprüft glaubst. Damit befindest
Du Dich in der gleichen fatalen Situation wie die meisten Christen,
Moslems und Juden. Der Buddhismus gibt einem die Chance seine eigene
Natur zu erkennen und seinen eigenen Lebensweg zu finden. Du jedoch hast
nur einfach diffus Angst etwas zu versäumen, wenn Du nicht ganz doll
glaubst.
Post by Lothar Schenk
Und dann kann man an Fragen von groesserer Tragweite denken. Die
Moeglichkeit, ein Glueck zu erfahren, das ueber Altern, Krankheit und
Tod hinausgeht: soll das die erste Prioritaet in eurem Leben haben?
Dann bemühe Dich darum, im hier und jetzt, eine Erleuchtung zu erfahren.
Danach wird sich vieles relativieren, auch Dein naiver buddhistischer
Glaube wird einem gereiften, nicht erleuterungsbedürftigen Sehen weichen.
Post by Lothar Schenk
Das sind Fragen, die wir uns alle innerlich stellen sollten. Der Buddha
gibt uns die Antworten nicht vor. Er setzt uns einfach auseinander, was
die Lage ist. Er sagt, dass es die Moeglichkeit zu einem Glueck gibt,
das ueber jenes Glueck hinausgeht, das davon kommt, dass man einfach nur
isst und schlaeft, sich um den Koerper kuemmert und sich's bequem macht.
Und, hast Du dieses Glück gefunden? Wahrscheinlich nicht. Du lässt Dich
von zu vielen Glaubenssätzen und Bedenken in die Irre leiten.
Post by Lothar Schenk
Diese Moeglichkeit ist die gute Nachricht in der Lehre Buddhas, vor
allem weil fast alle Welt sagt: "Na ja, das ist schliesslich alles im
Leben, also mach das beste draus. Sei mit diesen Augenblicksfreuden
zufrieden und denk nicht an andere Sachen. Werd' nicht unzufrieden mit
dem, was du hast." Wenn man ueber diese Haltung nachdenkt, dann ist das
wirklich deprimierend, weil es ja nur bedeutet, dass man an sich rafft,
was geht, bevor man stirbt. Und wenn man stirbt, kann man es nicht
mitnehmen.
Was soll der Buddhist mitnehmen können? Was hast Du aus Deinen früheren
Leben, falls es sie gibt, mitgenommen? Tatsächlich könen wir es nicht
wissen. Ein Satori würde Dir die Sicherheit, unabhängig vom Glauben
geben, das Du nicht veloren bist. Was das konkret bedeutet wird ab da
ganz unwichtig.
Post by Lothar Schenk
Aber der Buddha sagte, dass es eine Art von Glueck gibt, eine Art des
Wissens im Geist, die ueber Altern, Krankheit und Tod hinausgeht, und
die durch menschliche Anstrengung gewonnen werden kann, wenn man es
richtig macht. Das ist also sowohl eine gute Nachricht als auch eine
Herausforderung. Gibt man sich damit zufrieden, ein normales Leben zu
fuehren und seine Zeit zu verplempern? Oder nimmt man die
Herausforderung an, sich um wichtigere Dinge zu kuemmern, sich dieser
Moeglichkeit zu widmen?'
Nein, glaube mir, Du kannst dieses Glück, ich bezeichne dies als
universelle Freiheit und das große los lassen, auch finden, wenn Du ein
einigermaßen normales Leben, mit Beruf, Weib, Freunden, Haustieren und
Hobbys usw. führst. Eine gewisse Zeit für die Introspektion, Meditation
und geistige Anregung durch einige Andere sollte schon geopfert werden.
Ich meine in meinem letzten Satz wirklich Anregung und damit meine ich
die Anregung, wie man seinen eigenen Weg und seine eigene Wahrheit findet.

Maximilien
Maximilien de Robespierre
2010-07-06 13:46:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lothar Schenk
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
Wieso? Bei unendlich vielen Lebenszyklen hat man doch noch immer wieder
die Gelegenheit dazu. ;-)

Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.
Post by Lothar Schenk
Es ist das grosse Lebensproblem,
und doch neigt die Gesellschaft dazu, sich von den Problemen des
Alterns, der Krankheit und des Todes zu distanzieren, sie beiseite zu
schieben, weil andere Dinge dringlicher erscheinen.
Viele interessieren sich für diese Fragen nicht. Sie müssen es auch
nicht. Egal ob man sich dafür interessiert oder nicht, am Ende läuft
immer alles auf daasselbe hinaus. Manchen Menschen Natur ist es, sich
selber zu suchen und die begeben sich dann auf ihren eigenen Weg.
Post by Lothar Schenk
Einen Haufen Geld zu
machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist
wichtiger. Was auch immer.
Warum nicht. Geschieht dies alles auf ehrbare Weise ist meines erachtens
nichts dagegen einzuwenden.
Post by Lothar Schenk
Und die grossen Lebensfragen -- die Tatsache,
dass man auf die Leiden und Erniedrigungen zusteuert, die mit einem
alternden, kranken oder sterbenden Koerper einhergehen -- werden
verdraengt, zur Seite geschoben. "Noch nicht, noch nicht, vielleicht > ein
anderes Mal." Und natuerlich, wenn das "andere Mal" dann da ist und
diese Dinge akut werden, dann akzeptieren sie kein "noch nicht", dann
lassen sie sich nicht mehr verdraengen. Wenn man sich nicht darauf
vorbereitet hat, dann geht man voellig hilflos den Bach runter.
Ich lag am Anfang letzten Jahres mehrere Wochen mit einer
lebensbedrohlichen Erkrankung im Krankenhaus. Der ernst der Lage war mir
klar. Im nachhinein ist mir bekannt das meine
Überlebenswahrscheinlichkeit ca. 20% betrug. In dieser Situation,
abhängig von Ärzten und Pflegern, habe ich gemerkt, das ich mich
tatsächlich erfolgreich mit Deinen Sinnfragen beschäftigt
habe. Ich war unheimlich gelassen und ruhig und hätte auch keinerlei
Angst vor einem möglichen bevorstehenden Ableben. Es ist für mich also
keine bloße Theorie mehr. Mittlerweile bin ich vollständig genesen und
auch wieder sportlich so aktiv wie vorher. Es ist die Gelassenheit, die
einen weiter bringt.
Post by Lothar Schenk
Das sind also die wichtigsten Dinge, auf die man sich vorbereiten
sollte.
Es hat was, wenn man der Zukunft, egal was kommt, so gelassen wie
möglich, in sich ruhend entgegentreten kann. Es ist jedoch kein Ding für
jedermann. Der Weg dorthin führt über Abgründe, durch Feuer und einsame
Wüsten.
Post by Lothar Schenk
Eine Menge anderer Sachen im Leben sind ungewiss, aber ein paar
sind gewiss. Alter kommt. Krankheit kommt. Tod kommt mit Sicherheit.
Wenn man also weiss, dass etwas mit Sicherheit kommen wird, dann muss
man sich darauf vorbereiten. Und wenn man merkt, dass dies die
wichtigste Frage im Leben ist, muss man sich anschauen, wie man sein
Leben fuehrt. Meditation -- die Praxis der Buddhalehre -- ist nicht
bloss, dass man sich dann und wann mit geschlossenen Augen hinsetzt.
Es geht darum, seine Prioritaeten zu ordnen. Wie der Buddha sagte,
wenn man sieht, dass es einen hoeheren Gluecksgrad gibt, den man
erreichen kann,
wenn man niedrigere Formen des Gluecks opfert, dann opfert man diese
niedrigeren. Betrachtet euer Leben und woran ihr euch festhaltet, die
kleinen Stellen, wo der Geist sein Vergnuegen, aber keine wirkliche
Zufriedenheit findet: sind das die Dinge, an denen ihr euch wirklich
festhalten wollt? Sollen das die Faktoren sein, die euer Leben
bestimmen?
Das klingt leider alles so, als ob es nicht aus Dir selbst heraus käme.
Du schreibst einfach auf, woran Du ungeprüft glaubst. Es mag Dir
vielleicht nicht bewust sein, aber auf mich wirkt es so. Damit befindest
Du Dich in der gleichen fatalen Situation wie die meisten Christen,
Moslems und Juden. Sie glauben alle ganz doll, aber vergessen darüber
sich selbst und ihre Erlösung.

Der Buddhismus gibt einem die Chance seine eigene
Natur zu erkennen und seinen eigenen Lebensweg zu finden. Du jedoch hast
nur einfach diffus Angst etwas zu versäumen, wenn Du nicht ganz fest
glaubst.
Post by Lothar Schenk
Und dann kann man an Fragen von groesserer Tragweite denken. Die
Moeglichkeit, ein Glueck zu erfahren, das ueber Altern, Krankheit und
Tod hinausgeht: soll das die erste Prioritaet in eurem Leben haben?
Dann bemühe Dich darum, im hier und jetzt, eine Erleuchtung zu erfahren.
Danach wird sich vieles relativieren, auch Dein naiver buddhistischer
Glaube wird einem gereiften, nicht erleuterungsbedürftigen Sehen weichen.
Post by Lothar Schenk
Das sind Fragen, die wir uns alle innerlich stellen sollten. Der
Buddha gibt uns die Antworten nicht vor. Er setzt uns einfach
auseinander, was die Lage ist. Er sagt, dass es die Moeglichkeit zu
einem Glueck gibt, das ueber jenes Glueck hinausgeht, das davon
kommt, dass man einfach nur
isst und schlaeft, sich um den Koerper kuemmert und sich's bequem macht.
Und, hast Du dieses Glück gefunden? Wahrscheinlich nicht. Du lässt Dich
von zu vielen Glaubenssätzen und Bedenken in die Irre leiten.
Post by Lothar Schenk
Diese Moeglichkeit ist die gute Nachricht in der Lehre Buddhas, vor
allem weil fast alle Welt sagt: "Na ja, das ist schliesslich alles im
Leben, also mach das beste draus. Sei mit diesen Augenblicksfreuden
zufrieden und denk nicht an andere Sachen. Werd' nicht unzufrieden mit
dem, was du hast." Wenn man ueber diese Haltung nachdenkt, dann is
das wirklich deprimierend, weil es ja nur bedeutet, dass man an sich
rafft, was geht, bevor man stirbt. Und wenn man stirbt, kann man es
nicht mitnehmen.
Was soll der Buddhist mitnehmen können? Was hast Du aus Deinen früheren
Leben, falls es sie gibt, mitgenommen? Tatsächlich könen wir es nicht
wissen. Ein Satori würde Dir die Sicherheit, unabhängig vom Glauben
geben, das Du nicht veloren bist. Was das konkret bedeutet wird ab da
ganz unwichtig.
Post by Lothar Schenk
Aber der Buddha sagte, dass es eine Art von Glueck gibt, eine Art des
Wissens im Geist, die ueber Altern, Krankheit und Tod hinausgeht, und
die durch menschliche Anstrengung gewonnen werden kann, wenn man es
richtig macht. Das ist also sowohl eine gute Nachricht als auch eine
Herausforderung. Gibt man sich damit zufrieden, ein normales Leben zu
fuehren und seine Zeit zu verplempern? Oder nimmt man die
Herausforderung an, sich um wichtigere Dinge zu kuemmern, sich dieser
Moeglichkeit zu widmen?'
Nein, glaube mir, Du kannst dieses Glück, ich bezeichne dies als
universelle Freiheit und das große los lassen, auch finden, wenn Du ein
einigermaßen normales Leben, mit Beruf, Weib, Freunden, Haustieren und
Hobbys usw. führst. Eine gewisse Zeit für die Introspektion, Meditation
und geistige Anregung durch einige Andere sollte schon geopfert werden.
Ich meine in meinem letzten Satz wirklich Anregung und damit meine ich
die Anregung, wie man seinen eigenen Weg und seine eigene Wahrheit
findet. In den Zeiten, wo Du durch das Feuer oder durch die Wüste gehst
wirst Du Menschen, die Dich lieben um so nötiger haben.

MFG Maximilien
As Below
2010-07-07 07:20:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
Wieso? Bei unendlich vielen Lebenszyklen hat man doch noch immer wieder
die Gelegenheit dazu. ;-)
Naja, tatsaechlich ist es aber so, dass es einen autonomen Geist gar
nicht gibt, schon gar nicht gemaess der Lehre des ehrenwerten Herrn
Gotamo. Also stirbt mit dem Koerper auch jede Geistige Errungenschaft,
und jeder Gewinn des Gemuets.
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
Einen Haufen Geld zu
machen ist wichtiger. Zufriedenstellende Beziehungen zu haben ist
wichtiger. Was auch immer.
Warum nicht. Geschieht dies alles auf ehrbare Weise ist meines erachtens
nichts dagegen einzuwenden.
Dies sind offensichtlich Dinge die der liebe Moench nicht besitzt.
Warum er nun versucht sie veraechtlich zu machen, ist mir ein Raetsel.
Moeglicher Weise ist ja das "Nicht-Erlangen" irgendwann auch das
Leitmotiv seines So-Seins als Buddhist geworden. Entgangene
Liebesbeziehung vielleicht, oder als Sohn gescheitert im
Besitzmehrungs-Prozess der Eltern / Familie.

Es ist muessig darueber zu spekulieren.
Post by Maximilien de Robespierre
Es hat was, wenn man der Zukunft, egal was kommt, so gelassen wie
möglich, in sich ruhend entgegentreten kann.
Ja.
Post by Maximilien de Robespierre
Es ist jedoch kein Ding für jedermann.
Doch, fuer jeden Mann und fuer jede Frau ist das eine gute Sache.
Post by Maximilien de Robespierre
Der Weg dorthin führt über Abgründe, durch Feuer und einsame
Wüsten.
Ach du lieber Himmel.

Also, moeglicher weise hast du da sowas "erlebt" - aber das ist nicht
die Regel.

Man lernt ein bischen was ueber meditation, und dann uebt man fleissig
und regelmaessig und in ein paar Wochen oder Monaten, kann man diesen
Zustand der heiteren Gelassenheit immer dann erzeugen wenn man ihn
braucht oder will.

Laeuterungs-Prozesse sind da nicht notwendig oder brauchbar.
Auch die Eitelkeit "spirituellen Heldentums" wird sich wohl eher stoerend
auf den Lern und Uebungs-Prozess auswirken.

Ausserdem sind unter den Brandstiftern ja auch sehr viele
Feuerwehrmaenner zu finden.

bgfe

f
--
F.M.O. : fmbnewsclub.blogspot.com
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Mathias Grewin
2010-07-11 11:35:34 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
Dann mach' doch mal.
Begib' Dich in diese "Twilight Zone" - in welcher
der eine Augenblick vergangen ist und der andere
noch nicht begonnen hat...
dorthin, wo alle Wahrnehmungen und deren vom
Geist "überlieferten" und übernommenen Bedeutungen
unerreichbar sind für eine Produktion dessen, was sich
ansonsten als "Ich" manifestiert.

Wenn Du denn diese Erfahrung gemacht hast, dann
lasse doch mal deinen Buddha in Dir aufsteigen.

Hast Du wohl noch nie gemacht, wie deine Zeilen
es vermuten lassen.

Es gibt nix 'rauszuholen ... da is nix ausser immer
neuen Formen, die man von Augenblick zu Augenblick
immer wieder neu gestalten muss, damit die Leere
nicht allzu deutlich wird...
das erträgt ein Mensch nur schlecht und das Erkennen
des Nichts, welches ihn unabwendbar fressen wird, weil
es ihn nicht kennt...
ihn nicht und keinen Geist - denn auch letzterer ist ja
bedingt und wird nur genährt durch das Weitergeben
von verdrängtem Leiden.

[...]
Post by Maximilien de Robespierre
Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.
Auf dem "buddhistischen Jahrmarkt" bietet jede Bude ihre Offenbahrungen
an und hält sie für die jeweils beste - man vermarktet den
ehrenwerten Herrn Gotamo...
schafft damit auch nur wieder nur Formen, die sich im Hirn
manifestieren, dort breitmachen und so bald jeden Buddha komplett
dichtscheissen.

M.
As Below
2010-07-11 17:07:16 UTC
Permalink
Raw Message
In article <***@mid.individual.net>,
Mathias Grewin <***@gmx.de> wrote:

Hallo Mattie,
schoen von dir zu hoeren. Ich wuensche es geht euch gut.
Post by Mathias Grewin
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen. Genau
betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
Dann mach' doch mal.
Begib' Dich in diese "Twilight Zone" - in welcher
der eine Augenblick vergangen ist und der andere
noch nicht begonnen hat...
Keine Augenblicke mehr, nichts Festes nichts Formbares
keine Naehe, keine Entfernung.
Ich war schon oft dort.
Post by Mathias Grewin
dorthin, wo alle Wahrnehmungen und deren vom
Geist "überlieferten" und übernommenen Bedeutungen
unerreichbar sind für eine Produktion dessen, was sich
ansonsten als "Ich" manifestiert.
Wo das Leid endet beginnt es auch...
ganz wie man sich entscheidet.
Aber nichts kann man dorthin mitnehmen, keinen Kuchenkreummel
und keine Idee, nicht den Kleinsten Gedanken nicht das unbestimmteste
Gefuehl.
Post by Mathias Grewin
Wenn Du denn diese Erfahrung gemacht hast, dann
lasse doch mal deinen Buddha in Dir aufsteigen.
Da ist kein Buddha, ein Buddha kann nur in der Welt sein.
Da ist ein Zurueck-Kommen, und eine Neu-Schoepfung der Einen-Welt,
die Ich ist, mag ja sein, dass diese Welt einen Buddha enthaelt.

Was will ich nicht mehr tun ?
Was will ich nicht mehr denken ?
Was hat keinen Boden mehr um zu keinem ?
Post by Mathias Grewin
Hast Du wohl noch nie gemacht, wie deine Zeilen
es vermuten lassen.
Hilfslos verstrickt in "alle Interessen"...
so oder so :-)
Wollen und Nicht-wollen, Sehen und Nicht-Sehen,
Ergreifen und Nicht-Ergreifen...
Kraefte und Gegen-Kraefte.
Post by Mathias Grewin
Es gibt nix 'rauszuholen ... da is nix ausser immer
neuen Formen, die man von Augenblick zu Augenblick
immer wieder neu gestalten muss, damit die Leere
nicht allzu deutlich wird...
Form ist Leere - Leere ist Form
anders is nix - und das ist schon schwer genug zu vermitteln
"Was waerst du haette es deine Eltern nie gegeben ?"
:-)

Wellcome back my friends to the show that never ends...
Emerson, lake & Palmer / brain salat surgery

Willkommen willkommen im Fleisch
wir haben etwas vorbereitet : Eine Welt mit vielen Gesichtern,
fuer deine Augen, eine Welt mit unzaehligen Klaengen fuer deine Ohren,
eine Welt voller sinnloser Worte fuer deinen Verstand.

Du bist Buddha, ich bin Fleisch.
Nenne mich Fleisch, nenne mich Hirnchen, nenne mich Mensch.
Aus Gier mein Da-Sein, aus Verlangen mein So-Sein, aus Luege
mein Anders-Sein, aus Hass mein Nicht-Sein.

Aus Liebe mein Einverstanden-Sein.
Aus Pflicht mein Taetig-Sein
Post by Mathias Grewin
das erträgt ein Mensch nur schlecht und das Erkennen
des Nichts, welches ihn unabwendbar fressen wird, weil
es ihn nicht kennt...
Nicht hatten die Worte des Moenches den Glanz des Mitgefuehls,
nur die Schatten der Unvollkommenheit.
Post by Mathias Grewin
ihn nicht und keinen Geist - denn auch letzterer ist ja
bedingt und wird nur genährt durch das Weitergeben
von verdrängtem Leiden.
Deine Worte glaenzen durch Mitgefuehl,
wohl wissend , dass niemand entkommen kann
solange das Leid noch fuer den Letzten da ist.

Nun, sammeln wir unsere Tapferkeit es geht weiter.
Ich werde dich nicht auf die Strasse schicken, werde dich nicht mit
Benzin uebergiessen und ich werde dich nicht anzuenden - glanz gleich
wie sehr ich leide.

Ich nenne dich Fleisch, ich nenne dich Hirnchen, wir sind alles was wir
haben - du sollst nicht leiden unter meinem Leid.
Fuer dich will ich ein guter hirte sein, will dich fuehren zu gruenen
Wiesen, sonnenbeschienenen Plaetzen und kristall klaren Wassern.

Du bist Fleisch, ich bin solange schon dein Leid gewesen.
Und du warst mein Leid. Lass uns wenigstenz diesen einen Frieden finden,
wenn es sonst auch keinen Frieden gibt in der Welt.
Denn wenn wir gegangen sind, wird niemand sagen koennen Ich sei gegangen
oder Du seist gegangen. Denn ich bin Ich durch Dich und mit dir, und
ohne dich bin Ich nicht.
Post by Mathias Grewin
[...]
Post by Maximilien de Robespierre
Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.
Auf dem "buddhistischen Jahrmarkt" bietet jede Bude ihre Offenbahrungen
an und hält sie für die jeweils beste - man vermarktet den
ehrenwerten Herrn Gotamo...
Fleisch will essen, Ich will erlangen.
Fleisch will Fleisch, Ich will Ich...
Post by Mathias Grewin
schafft damit auch nur wieder nur Formen, die sich im Hirn
manifestieren, dort breitmachen und so bald jeden Buddha komplett
dichtscheissen.
Wie eloquent formuliert, und das liebe Ich.

Haben wir wirklich einen so weiten Weg zurueckgelegt, um als
um sein seelenheil bekuemmertes Maennlein zur Strecke gebracht zu werden
?

nein nein ! So ist das nicht.

Egal wie weit wir schon gelaufen sind,
wir laufen weiter, soweit die Fuesse tragen.
Gut, zugegeben, sie sind sehr schwer geworden - aber dafuer haben wir
weniger Gepaeck zu tragen.
Post by Mathias Grewin
M.
ganz leicht bekleidet

Fchen
--
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Mathias Grewin
2010-07-12 20:42:28 UTC
Permalink
Raw Message
Post by As Below
Hallo Mattie,
schoen von dir zu hoeren. Ich wuensche es geht euch gut.
Ja - uns geht es gut, danke mein Freund...
ja - und ich bin froh, seid etwa sieben Jahren
solch' einen Menschen an meiner Seite zu haben.

Euch Beiden auch nur das Beste.

Es tut sich sehr viel und ganz anders als gedacht;
doch das dann mal per P.M. und wenn ich weiss, wie
das ausgegangen ist.
Post by As Below
Post by Mathias Grewin
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
'Diese Art Meditation kann man fuer alle moeglichen Zwecke einsetzen,
aber der Buddha erkannte, dass der wichtigste Zweck ist, den Geist aus
dem ganzen Kreislauf von Altern, Krankheit und Tod herauszuholen.
Genau betrachtet, gibt es nichts wichtigeres.
Dann mach' doch mal.
Begib' Dich in diese "Twilight Zone" - in welcher
der eine Augenblick vergangen ist und der andere
noch nicht begonnen hat...
Keine Augenblicke mehr, nichts Festes nichts Formbares
keine Naehe, keine Entfernung.
Ich war schon oft dort.
Post by Mathias Grewin
dorthin, wo alle Wahrnehmungen und deren vom
Geist "überlieferten" und übernommenen Bedeutungen
unerreichbar sind für eine Produktion dessen, was sich
ansonsten als "Ich" manifestiert.
Wo das Leid endet beginnt es auch...
ganz wie man sich entscheidet.
Aber nichts kann man dorthin mitnehmen, keinen Kuchenkreummel
und keine Idee, nicht den Kleinsten Gedanken nicht das unbestimmteste
Gefuehl.
Post by Mathias Grewin
Wenn Du denn diese Erfahrung gemacht hast, dann
lasse doch mal deinen Buddha in Dir aufsteigen.
Da ist kein Buddha, ein Buddha kann nur in der Welt sein.
Da ist ein Zurueck-Kommen, und eine Neu-Schoepfung der Einen-Welt,
die Ich ist, mag ja sein, dass diese Welt einen Buddha enthaelt.
Was will ich nicht mehr tun ?
Was will ich nicht mehr denken ?
Was hat keinen Boden mehr um zu keinem ?
Post by Mathias Grewin
Hast Du wohl noch nie gemacht, wie deine Zeilen
es vermuten lassen.
Hilfslos verstrickt in "alle Interessen"...
so oder so :-)
Wollen und Nicht-wollen, Sehen und Nicht-Sehen,
Ergreifen und Nicht-Ergreifen...
Kraefte und Gegen-Kraefte.
Post by Mathias Grewin
Es gibt nix 'rauszuholen ... da is nix ausser immer
neuen Formen, die man von Augenblick zu Augenblick
immer wieder neu gestalten muss, damit die Leere
nicht allzu deutlich wird...
Form ist Leere - Leere ist Form
anders is nix - und das ist schon schwer genug zu vermitteln
"Was waerst du haette es deine Eltern nie gegeben ?"
:-)
Wellcome back my friends to the show that never ends...
Emerson, lake & Palmer / brain salat surgery
Ja - habe ich auch.
Viele Texte verstehe ich heute besser als damals
aber ich bin mir nicht immer sicher, ob die Künstler
Ihre Texte so gut verstehen, wie ich.

:-)
Post by As Below
Willkommen willkommen im Fleisch
wir haben etwas vorbereitet : Eine Welt mit vielen Gesichtern,
fuer deine Augen, eine Welt mit unzaehligen Klaengen fuer deine Ohren,
eine Welt voller sinnloser Worte fuer deinen Verstand.
Du bist Buddha, ich bin Fleisch.
Nenne mich Fleisch, nenne mich Hirnchen, nenne mich Mensch.
Aus Gier mein Da-Sein, aus Verlangen mein So-Sein, aus Luege
mein Anders-Sein, aus Hass mein Nicht-Sein.
Aus Liebe mein Einverstanden-Sein.
Aus Pflicht mein Taetig-Sein
Post by Mathias Grewin
das erträgt ein Mensch nur schlecht und das Erkennen
des Nichts, welches ihn unabwendbar fressen wird, weil
es ihn nicht kennt...
Nicht hatten die Worte des Moenches den Glanz des Mitgefuehls,
nur die Schatten der Unvollkommenheit.
Post by Mathias Grewin
ihn nicht und keinen Geist - denn auch letzterer ist ja
bedingt und wird nur genährt durch das Weitergeben
von verdrängtem Leiden.
Deine Worte glaenzen durch Mitgefuehl,
wohl wissend , dass niemand entkommen kann
solange das Leid noch fuer den Letzten da ist.
Nun, sammeln wir unsere Tapferkeit es geht weiter.
Ich werde dich nicht auf die Strasse schicken, werde dich nicht mit
Benzin uebergiessen und ich werde dich nicht anzuenden - glanz gleich
wie sehr ich leide.
Ich nenne dich Fleisch, ich nenne dich Hirnchen, wir sind alles was wir
haben - du sollst nicht leiden unter meinem Leid.
Fuer dich will ich ein guter hirte sein, will dich fuehren zu gruenen
Wiesen, sonnenbeschienenen Plaetzen und kristall klaren Wassern.
Du bist Fleisch, ich bin solange schon dein Leid gewesen.
Und du warst mein Leid. Lass uns wenigstenz diesen einen Frieden finden,
wenn es sonst auch keinen Frieden gibt in der Welt.
Denn wenn wir gegangen sind, wird niemand sagen koennen Ich sei gegangen
oder Du seist gegangen. Denn ich bin Ich durch Dich und mit dir, und
ohne dich bin Ich nicht.
Post by Mathias Grewin
[...]
Post by Maximilien de Robespierre
Vielleicht aber wurde Siddharta Gauthama einfach nur falsch verstanden
und Dinge in seine Erläuchtung hineininterpretiert, die so nie gemeint
waren. Vielleicht würde er heutzutage, mit dem modernen
Erkenntnisbackground seine Erleuchtung völlig anders darstellen und
interpretieren. Ich denke man kann von diesem genialen Menschen
profitieren aber sollte ihn nicht vergöttern und überbwerten.
Auf dem "buddhistischen Jahrmarkt" bietet jede Bude ihre Offenbahrungen
an und hält sie für die jeweils beste - man vermarktet den
ehrenwerten Herrn Gotamo...
Fleisch will essen, Ich will erlangen.
Fleisch will Fleisch, Ich will Ich...
Post by Mathias Grewin
schafft damit auch nur wieder nur Formen, die sich im Hirn
manifestieren, dort breitmachen und so bald jeden Buddha komplett
dichtscheissen.
Wie eloquent formuliert, und das liebe Ich.
Haben wir wirklich einen so weiten Weg zurueckgelegt, um als
um sein seelenheil bekuemmertes Maennlein zur Strecke gebracht zu werden
?
nein nein ! So ist das nicht.
Neee - so ist das auch nicht. Gut so...
weniger Leid ist immer gut.
Post by As Below
Egal wie weit wir schon gelaufen sind,
wir laufen weiter, soweit die Fuesse tragen.
Gut, zugegeben, sie sind sehr schwer geworden - aber dafuer haben wir
weniger Gepaeck zu tragen.
Post by Mathias Grewin
M.
ganz leicht bekleidet
Ja - und verletzlich...
wie man eben ist.

Grüsse aus Kiel.
As Below
2010-07-13 07:17:44 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Mathias Grewin
Post by As Below
Hallo Mattie,
schoen von dir zu hoeren. Ich wuensche es geht euch gut.
Ja - uns geht es gut, danke mein Freund...
ja - und ich bin froh, seid etwa sieben Jahren
solch' einen Menschen an meiner Seite zu haben.
Euch Beiden auch nur das Beste.
Es tut sich sehr viel und ganz anders als gedacht;
doch das dann mal per P.M. und wenn ich weiss, wie
das ausgegangen ist.
(sfb)

Oeh, ja...

Viel spass bei allem

fchen
--
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