Discussion:
Die materielle Welt der Teilchen und die Rolle der Gegenwart
(zu alt für eine Antwort)
D.Schlenk
2009-10-30 07:02:26 UTC
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Raw Message
Verfasst von mir selber.

In der Gegenwart leben heißt, aus Wellen Teilchen machen. Solange ich nicht
in der Gegenwart bin, sind alle Teilchen verschwommen (blurred, unscharf),
in die Länge gezogen, langwellig. Im Ultrakurzwellenbereich können Töne
sehr genau wiedergegeben werden. Der Klang ist brilliant. So wie es mit
den Tönen ist, ist es auch mit den Bildern. Je kürzer die Momentaufnahmen
hintereinander, umso genauer, detaillierter das Bild, das wir von der
"Realität"
haben. In jedem dieser sehr kurzen Momente der Gegenwart machen wir
aus den Wellen Teilchen beziehungsweise Materie zum Anfassen.
Solange man nicht in der Gegenwart ist, nicht hinschaut, ist die Welt
verschwommen. Der bewußte wachsame Geist erschafft jeden Moment,
macht Verschwommenes, Langwelliges kurzwellig, macht es zu Teilchen,
zu Materie.
Wenn ich träume, werden Momente nicht mehr so exakt auseinanderge-
halten, fließen ineinander. Im Traum fließt alles ineinander; welche Zeit
wir da haben, spielt im Traum keine Rolle mehr: es mischen sich gedachte
Bilder zu einer phantastischen Welt, in der scheinbar alles möglich ist.
Man kann fliegen. Die Schwerkraft spielt im Traum keine Rolle. Wir
haben im Traum kein Zeitgefühl mehr. Es können auch Eindrücke der
Zukunft mit hineinspielen und Ahnungen von dem was kommt oder
kommen könnte. Man kann alles sein im Traum, darf alles nichtausgelebte
ausleben. Sobald ich wach werde, entschwindet das Verschwommene,
das Unscharfe und macht dem Wachbewußtsein, dem "Ich" Platz, welches
aus Verschwommenem genaue Bilder macht, aus dem Wellenbrei die
schönsten, brilliantesten Töne macht. Musik hat Wellennatur, ist geistiger
als ein Gegenstand, der aus stehenden Wellen besteht und so den
Eindruck von Materie vermittelt. Die Materie ist fest, greifbar, weil es
verfestigte Energie ist. E = m mal c Quadrat. m wäre hiernach E durch
c Quadrat. Gemäß Wikipedia haben wir es mit einer invarianten Masse
zu tun. Masse ist Energie geteilt durch die Lichtgeschwindigkeit. Teilchen
einer Masse haben bestimmte Eigenschaften, nämlich Energie und Impuls.
Die Werte der invarianten Masse von Zwei- oder Mehrteilchensystemen
sind, anders als die diskreten Massen elementarer Teilchen, kontinuierlich.
Das Kontinuierliche ist dasjenige, was das "Ich" braucht. Abrupte
Änderungen dieses Kontinuierlichen ergeben keinen Sinn mehr für das
"Ich".
Wenn man alle Momentaufnahmen wie Negative eines Films übereinander-
legt, sind keine klaren Formen, Konturen mehr erkennbar; dann
verschwimmt alles mit allem.
Wenn man also von einem Moment übergeht auf die Betrachtung vieler
solcher Momente, wenn man also nicht mehr die Gegenwart "vor Augen
hat", sich die Welt nur noch "denkt", dann wird Welt wieder unscharf.
Die Wahrnehmung ist die Auftrennung einer Welle (zeitlicher Verlauf) in
einzelne Momente, in welchen Teilchen lokalisiert werden bzw. festge-
halten werden können. Nur in diesem einen Moment ist das Teilchen
greifbar, fest, ist es Materie.

Man stelle sich soundsoviel Momentaufnahmen pro Sekunde vor, je
mehr Bilder von dem Verlauf aller Teilchen auf ihren entsprechenden
Wellen gemacht werden, umso reeller, wirklicher, schärfer werden
diese Teilchen. Ein verwackeltes Bild bei der Kamera ist entsprechend
ein unscharfes Bild. Wenn ich nicht geistesgegenwärtig bin, sondern
gedankenverloren, weggetreten bin, verschwimmt diese exakte reelle
Welt, bestehend aus lauter Teilchen, wird schemenhaft, die
Wahrnehmung ist getrübt, verschwommen. Je wacher ich bin, je schärfer
der Geist wahrnimmt, umso reeller, materieller ist die Welt, umso
mehr Momentaufnahmen pro Sekunde werden von allen Wellen
gemacht.
Durch die Aneinanderreihung von sehr vielen sehr sehr kurzen
Momenten, Moment-Aufnahmen also, entsteht eine sich in der
Zeit verändernde Realität, ein Film, eine Geschichte. Diese Geschichte
ist die Geschichte eines "Ich".

Detmar Schlenk
D.Schlenk
2009-10-30 09:11:45 UTC
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Raw Message
Post by D.Schlenk
Verfasst von mir selber.
In der Gegenwart leben heißt, aus Wellen Teilchen machen. Solange ich nicht
in der Gegenwart bin, sind alle Teilchen verschwommen (blurred, unscharf),
in die Länge gezogen, langwellig. Im Ultrakurzwellenbereich können Töne
sehr genau wiedergegeben werden. Der Klang ist brilliant. So wie es mit
den Tönen ist, ist es auch mit den Bildern. Je kürzer die Momentaufnahmen
hintereinander, umso genauer, detaillierter das Bild, das wir von der
"Realität"
haben. In jedem dieser sehr kurzen Momente der Gegenwart machen wir
aus den Wellen Teilchen beziehungsweise Materie zum Anfassen.
Solange man nicht in der Gegenwart ist, nicht hinschaut, ist die Welt
verschwommen. Der bewußte wachsame Geist erschafft jeden Moment,
macht Verschwommenes, Langwelliges kurzwellig, macht es zu Teilchen,
zu Materie.
Wenn ich träume, werden Momente nicht mehr so exakt auseinanderge-
halten, fließen ineinander. Im Traum fließt alles ineinander; welche Zeit
wir da haben, spielt im Traum keine Rolle mehr: es mischen sich gedachte
Bilder zu einer phantastischen Welt, in der scheinbar alles möglich ist.
Man kann fliegen. Die Schwerkraft spielt im Traum keine Rolle. Wir
haben im Traum kein Zeitgefühl mehr. Es können auch Eindrücke der
Zukunft mit hineinspielen und Ahnungen von dem was kommt oder
kommen könnte. Man kann alles sein im Traum, darf alles nichtausgelebte
ausleben. Sobald ich wach werde, entschwindet das Verschwommene,
das Unscharfe und macht dem Wachbewußtsein, dem "Ich" Platz, welches
aus Verschwommenem genaue Bilder macht, aus dem Wellenbrei die
schönsten, brilliantesten Töne macht. Musik hat Wellennatur, ist geistiger
als ein Gegenstand, der aus stehenden Wellen besteht und so den
Eindruck von Materie vermittelt. Die Materie ist fest, greifbar, weil es
verfestigte Energie ist. E = m mal c Quadrat. m wäre hiernach E durch
c Quadrat. Gemäß Wikipedia haben wir es mit einer invarianten Masse
zu tun. Masse ist Energie geteilt durch die Lichtgeschwindigkeit. Teilchen
einer Masse haben bestimmte Eigenschaften, nämlich Energie und Impuls.
Die Werte der invarianten Masse von Zwei- oder Mehrteilchensystemen
sind, anders als die diskreten Massen elementarer Teilchen,
kontinuierlich.
Das Kontinuierliche ist dasjenige, was das "Ich" braucht. Abrupte
Änderungen dieses Kontinuierlichen ergeben keinen Sinn mehr für das
"Ich".
Wenn man alle Momentaufnahmen wie Negative eines Films übereinander-
legt, sind keine klaren Formen, Konturen mehr erkennbar; dann
verschwimmt alles mit allem.
Wenn man also von einem Moment übergeht auf die Betrachtung vieler
solcher Momente, wenn man also nicht mehr die Gegenwart "vor Augen
hat", sich die Welt nur noch "denkt", dann wird Welt wieder unscharf.
Die Wahrnehmung ist die Auftrennung einer Welle (zeitlicher Verlauf) in
einzelne Momente, in welchen Teilchen lokalisiert werden bzw. festge-
halten werden können. Nur in diesem einen Moment ist das Teilchen
greifbar, fest, ist es Materie.
Man stelle sich soundsoviel Momentaufnahmen pro Sekunde vor, je
mehr Bilder von dem Verlauf aller Teilchen auf ihren entsprechenden
Wellen gemacht werden, umso reeller, wirklicher, schärfer werden
diese Teilchen. Ein verwackeltes Bild bei der Kamera ist entsprechend
ein unscharfes Bild. Wenn ich nicht geistesgegenwärtig bin, sondern
gedankenverloren, weggetreten bin, verschwimmt diese exakte reelle
Welt, bestehend aus lauter Teilchen, wird schemenhaft, die
Wahrnehmung ist getrübt, verschwommen. Je wacher ich bin, je schärfer
der Geist wahrnimmt, umso reeller, materieller ist die Welt, umso
mehr Momentaufnahmen pro Sekunde werden von allen Wellen
gemacht.
Durch die Aneinanderreihung von sehr vielen sehr sehr kurzen
Momenten, Moment-Aufnahmen also, entsteht eine sich in der
Zeit verändernde Realität, ein Film, eine Geschichte. Diese Geschichte
ist die Geschichte eines "Ich".
Je weniger ich denke, umso deutlicher wird die "Realität", umso mehr
bin ich geerdet. Wer zuviel denkt, ist nicht mehr ganz da, nicht mehr
100 prozentig in der "Realität". Zuviel denken verzerrt die Realität,
macht sie verschwommener. Gedanken sind der Versuch, Realität
geistig zu erfassen, zu beurteilen.
Wenn ich meditiere, betrachte ich den Fluß der Gedanken, verliere
mich nicht mehr an diese Gedanken. Je mehr ich meditiere, umso
deutlicher tritt diese klare materielle Welt hervor, umso materieller
wird die Welt für mich. Daraus folgere ich: Meditierende sind in
Wirklichkeit alles Materialisten.

Detmar Schlenk
As Below
2009-10-31 14:37:11 UTC
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Raw Message
Post by D.Schlenk
Daraus folgere ich: Meditierende sind in
Wirklichkeit alles Materialisten.
Du bist wirklich des Wahnsinns fette Beute!

Es gibt doch nur "materielle Welt" - dahinter ist Nichts.

Eine Nicht-Materielle Welt ist doch Illusion, Taeuschung, Halluzination,
Luege.
Post by D.Schlenk
Detmar Schlenk
f
--
it's just about music :
noch ein Download und so... (4.08)
http://www.freimanns-music.biz/
D.Schlenk
2009-10-31 18:08:10 UTC
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Post by As Below
Post by D.Schlenk
Daraus folgere ich: Meditierende sind in
Wirklichkeit alles Materialisten.
Du bist wirklich des Wahnsinns fette Beute!
Es gibt doch nur "materielle Welt" - dahinter ist Nichts.
Eine Nicht-Materielle Welt ist doch Illusion, Taeuschung, Halluzination,
Luege.
Wenn Du Musiker bist, dann kann es nicht sein, daß Du ein reiner
Materialist bist. Das kann ich Dir nicht abkaufen. Erzähl mir bloß
keinen Scheiß.

:-D

D. S.
As Below
2009-11-01 03:50:25 UTC
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Raw Message
Post by D.Schlenk
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Daraus folgere ich: Meditierende sind in
Wirklichkeit alles Materialisten.
Du bist wirklich des Wahnsinns fette Beute!
Es gibt doch nur "materielle Welt" - dahinter ist Nichts.
Eine Nicht-Materielle Welt ist doch Illusion, Taeuschung, Halluzination,
Luege.
Wenn Du Musiker bist, dann kann es nicht sein, daß Du ein reiner
Materialist bist.
Wieso das denn?
Musik ist nur bewegte Luft!
Post by D.Schlenk
Das kann ich Dir nicht abkaufen. Erzähl mir bloß
keinen Scheiß.
Ich weiss ja nicht was du jetzt schon wieder dein Leben lang an
Erwartungen im Zusammenhang mit Musik kultiviert hast...

Oder warum du meinst ein kanllharter materialist waere nicht faehig die
Grenzen seiner Einstellungen zu erkennen.

Schau mal, wenn man aufhoert nach der wahren Wahrheit zu suchen, und
sich stattgessen Gedanken dahingehend macht, dass Dinge und Sachen
funktionieren sollen, nach einem ganz bestimmten Zweck zum Ziel, dann
merkt man auch als metrialist, dass das Funktionieren materialistischer
Programme Grenzen hat, die ueberschritten werden muessen, damit die
Sachen die man mal so noch realisieren moechte funktionieren.

Oder anders gefrat : Wieso meinst du denn, ein materialist waere nicht
zu Romantick faehig ?

Also den Scheiss haettest du dir besser nicht eingekauft -
und das war bestimmt auch boese ueberteuert.

f
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D.Schlenk
2009-11-01 11:09:06 UTC
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Post by As Below
Post by D.Schlenk
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Daraus folgere ich: Meditierende sind in
Wirklichkeit alles Materialisten.
Du bist wirklich des Wahnsinns fette Beute!
Es gibt doch nur "materielle Welt" - dahinter ist Nichts.
Eine Nicht-Materielle Welt ist doch Illusion, Taeuschung,
Halluzination,
Luege.
Wenn Du Musiker bist, dann kann es nicht sein, daß Du ein reiner
Materialist bist.
Wieso das denn?
Musik ist nur bewegte Luft!
Post by D.Schlenk
Das kann ich Dir nicht abkaufen. Erzähl mir bloß
keinen Scheiß.
Ich weiss ja nicht was du jetzt schon wieder dein Leben lang an
Erwartungen im Zusammenhang mit Musik kultiviert hast...
Oder warum du meinst ein kanllharter materialist waere nicht faehig die
Grenzen seiner Einstellungen zu erkennen.
Schau mal, wenn man aufhoert nach der wahren Wahrheit zu suchen, und
sich stattgessen Gedanken dahingehend macht, dass Dinge und Sachen
funktionieren sollen, nach einem ganz bestimmten Zweck zum Ziel, dann
merkt man auch als metrialist, dass das Funktionieren materialistischer
Programme Grenzen hat, die ueberschritten werden muessen, damit die
Sachen die man mal so noch realisieren moechte funktionieren.
Oder anders gefrat : Wieso meinst du denn, ein materialist waere nicht
zu Romantick faehig ?
Also den Scheiss haettest du dir besser nicht eingekauft -
und das war bestimmt auch boese ueberteuert.
Das sind alles Super-Sprüche von Dir. Trotzdem ist man als
Musiker kein reiner Materialist, sonst ist die Musik Scheisse.
Ich würde an Deiner Art Musik hören, wie sehr oder wie
wenig Du Materialist bist. Wenns ums Überleben geht, sind wir
alle Materialisten. Musik ist ja nicht überlebensnotwendig.
Musik wie die von einem Naabtal-Duo und sonstigen Alpen-
dudlern und Herz und Schmerzjodlern ist für mich einfach nur
bescheuertes kommerzielles Gesülze, um alten Omis das Geld
aus der Tasche zu ziehen. Die Musik ist nicht sehr intelligent,
nicht sehr geistreich, spricht nur Doofies und total einfach
gestrickte Menschen an. Von dieser Sorte Musikmacher gibt
es bei uns in Deutschland leider viel zu viele. Mit der
ursprünglichen Stubenmusik, der ursprünglichen volkstümlichen
Musik hat das nicht mehr viel zu tun. Das sind alles Abstauber
und widerliche Schleimer.

:-)

D. S.
As Below
2009-11-02 09:09:23 UTC
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Raw Message
Post by D.Schlenk
Das sind alles Super-Sprüche von Dir. Trotzdem ist man als
Musiker kein reiner Materialist, sonst ist die Musik Scheisse.
So hab ich das noch gar nicht gesehen.
Aber vielleicht stimmt das ja.
Post by D.Schlenk
Ich würde an Deiner Art Musik hören, wie sehr oder wie
wenig Du Materialist bist.
Ja ?
Erstaunlich.
Post by D.Schlenk
Wenns ums Überleben geht, sind wir
alle Materialisten. Musik ist ja nicht überlebensnotwendig.
Musik wie die von einem Naabtal-Duo und sonstigen Alpen-
dudlern und Herz und Schmerzjodlern ist für mich einfach nur
bescheuertes kommerzielles Gesülze, um alten Omis das Geld
aus der Tasche zu ziehen.
Ja, solche Omis kenn ich auch.
Post by D.Schlenk
Die Musik ist nicht sehr intelligent,
nicht sehr geistreich, spricht nur Doofies und total einfach
gestrickte Menschen an. Von dieser Sorte Musikmacher gibt
es bei uns in Deutschland leider viel zu viele.
Tja, und jetzt wohl offensichtlich noch einen.
Post by D.Schlenk
Mit der
ursprünglichen Stubenmusik, der ursprünglichen volkstümlichen
Musik hat das nicht mehr viel zu tun. Das sind alles Abstauber
und widerliche Schleimer.
Ja, kuck....

f
Post by D.Schlenk
:-)
D. S.
--
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Monkey Mind
2009-10-31 22:04:21 UTC
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Raw Message
Post by D.Schlenk
Wenn ich träume, werden Momente nicht mehr so exakt auseinanderge-
halten, fließen ineinander. Im Traum fließt alles ineinander; welche Zeit
wir da haben, spielt im Traum keine Rolle mehr: es mischen sich gedachte
Bilder zu einer phantastischen Welt, in der scheinbar alles möglich ist.
Man kann fliegen.
Man spaltet sich sogar in mehrere Persönlichkeiten auf. All die
Figuren, die im Traum auftreten, werden ja von uns selbst erzeugt,
zusammen mit dem Traumselbst.
Post by D.Schlenk
Man stelle sich soundsoviel Momentaufnahmen pro Sekunde vor, je
mehr Bilder von dem Verlauf aller Teilchen auf ihren entsprechenden
Wellen gemacht werden, umso reeller, wirklicher, schärfer werden
diese Teilchen. Ein verwackeltes Bild bei der Kamera ist entsprechend
ein unscharfes Bild. Wenn ich nicht geistesgegenwärtig bin, sondern
gedankenverloren, weggetreten bin, verschwimmt diese exakte reelle
Welt, bestehend aus lauter Teilchen, wird schemenhaft, die
Wahrnehmung ist getrübt, verschwommen. Je wacher ich bin, je schärfer
der Geist wahrnimmt, umso reeller, materieller ist die Welt, umso
mehr Momentaufnahmen pro Sekunde werden von allen Wellen
gemacht.
Ich glaube, ich weiss, was Du meinst - aber ich würde dieses
"Auflösen/Verschwimmen" und das "schärfer werden/Verfestigen" nicht
mit der Wachheit oder Müdigkeit, verbinden, sondern mit der Absicht, die
Illustion der Kontinuität zu hinterfragen.

Ich kann mich, ganz wach, auf einen Sinneseindruck konzentrieren, bis er
sehr fest und solide wirkt, oder genauso wach, darauf, den selben
Eindruck zu zerlegen, bis er in einzelne Schnappschüsse zerfällt.

Ich kann sehr solide Träume haben, oder sehr grobkörnige,
fadenscheinige, denen ich das Träumen anmerke.

Cheers,
Florian
--
Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren wäre
-- Epikur (Spruchsammlung 60)
D.Schlenk
2009-11-01 00:08:01 UTC
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Raw Message
Post by Monkey Mind
Post by D.Schlenk
Wenn ich träume, werden Momente nicht mehr so exakt auseinanderge-
halten, fließen ineinander. Im Traum fließt alles ineinander; welche Zeit
wir da haben, spielt im Traum keine Rolle mehr: es mischen sich gedachte
Bilder zu einer phantastischen Welt, in der scheinbar alles möglich ist.
Man kann fliegen.
Man spaltet sich sogar in mehrere Persönlichkeiten auf. All die
Figuren, die im Traum auftreten, werden ja von uns selbst erzeugt,
zusammen mit dem Traumselbst.
Auch unsere Persönlichkeit im Wachbewußtsein ist ein Mischmasch.
Oft widerspricht man sich. Man sollte sich gestatten, vielseitiger zu sein.
Eine immer gleichbleibende Persönlichkeit ist eher unnatürlich, etwas
Zwanghaftes. Das hat was mit der Gesellschaft zu tun, die gleichbleibende
Charaktere besser ausnutzen kann als sprunghafte, launische, eigenwillige.
Post by Monkey Mind
Post by D.Schlenk
Man stelle sich soundsoviel Momentaufnahmen pro Sekunde vor, je
mehr Bilder von dem Verlauf aller Teilchen auf ihren entsprechenden
Wellen gemacht werden, umso reeller, wirklicher, schärfer werden
diese Teilchen. Ein verwackeltes Bild bei der Kamera ist entsprechend
ein unscharfes Bild. Wenn ich nicht geistesgegenwärtig bin, sondern
gedankenverloren, weggetreten bin, verschwimmt diese exakte reelle
Welt, bestehend aus lauter Teilchen, wird schemenhaft, die
Wahrnehmung ist getrübt, verschwommen. Je wacher ich bin, je schärfer
der Geist wahrnimmt, umso reeller, materieller ist die Welt, umso
mehr Momentaufnahmen pro Sekunde werden von allen Wellen
gemacht.
Ich glaube, ich weiss, was Du meinst - aber ich würde dieses
"Auflösen/Verschwimmen" und das "schärfer werden/Verfestigen" nicht
mit der Wachheit oder Müdigkeit, verbinden, sondern mit der Absicht, die
Illustion der Kontinuität zu hinterfragen.
Mit Absicht etwas zu hinterfragen, indem ich meditiere, würde bedeuten, daß
da jemand ist, der hinterfrägt. Und ich dachte immer, beim Meditieren geht
es
darum, sich nicht mehr zu unterscheiden. Aber es stimmt doch, daß wenn man
gedankenverloren ist, man in diesem Moment nicht voll da ist. Das beobachte
ich bei anderen Menschen sehr oft. Gedanken lenken ab, man passt weniger
auf sich auf, man ist nicht voll Herr der Situation
Post by Monkey Mind
Ich kann mich, ganz wach, auf einen Sinneseindruck konzentrieren, bis er
sehr fest und solide wirkt, oder genauso wach, darauf, den selben
Eindruck zu zerlegen, bis er in einzelne Schnappschüsse zerfällt.
Das können aber mit Sicherheit nicht viele. Unser Gehirn macht aus
Wahrnehmungen immer eine Story, damit es irgendeinen Sinn gibt.
30 Schnappschüsse pro Sekunde werden i. a. nicht mehr als Einzelbilder
wahrgenommen, da müsste man schon sehr gute Augen haben. Bei mir
ist das nicht der Fall.
Post by Monkey Mind
Ich kann sehr solide Träume haben, oder sehr grobkörnige,
fadenscheinige, denen ich das Träumen anmerke.
Also ich hatte Träume, die waren sogar noch besser, beglückender
als die Wachrealität. Die waren so abgefahren, daß man besser nicht
darüber erzählt.


:-)

D. S.
As Below
2009-11-01 04:48:32 UTC
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Raw Message
Post by D.Schlenk
Auch unsere Persönlichkeit im Wachbewußtsein ist ein Mischmasch.
Ja, und...
Da gibt es aber eine bestimmte Kontinuitaet, die diese alle
zusammenhaelt - und die sogar daruber entscheiden kann, welche
Mischmaschen zu behalten sind, oder auch nicht.
Post by D.Schlenk
Oft widerspricht man sich. Man sollte sich gestatten, vielseitiger zu sein.
Eine immer gleichbleibende Persönlichkeit ist eher unnatürlich, etwas
Zwanghaftes. Das hat was mit der Gesellschaft zu tun, die gleichbleibende
Charaktere besser ausnutzen kann als sprunghafte, launische, eigenwillige.
Ja, und ?
Post by D.Schlenk
Mit Absicht etwas zu hinterfragen, indem ich meditiere, würde bedeuten, daß
da jemand ist, der hinterfrägt. Und ich dachte immer, beim Meditieren geht
es darum, sich nicht mehr zu unterscheiden.
Auwaeia...
Wo hast du das denn gelernt (gelesen) ?
Post by D.Schlenk
Aber es stimmt doch, daß wenn man
gedankenverloren ist, man in diesem Moment nicht voll da ist. Das beobachte
ich bei anderen Menschen sehr oft. Gedanken lenken ab, man passt weniger
auf sich auf, man ist nicht voll Herr der Situation.
Gedanken die ablenken lenken ab, Muedigkeit truebt die Sinne, Illusionen
fuehren zur Wahrnehmung erwarteter oder nicht-erwarteter Erfahrungen.
Post by D.Schlenk
Post by Monkey Mind
Ich kann mich, ganz wach, auf einen Sinneseindruck konzentrieren, bis er
sehr fest und solide wirkt, oder genauso wach, darauf, den selben
Eindruck zu zerlegen, bis er in einzelne Schnappschüsse zerfällt.
Das können aber mit Sicherheit nicht viele.
Ja, aber alle koennen es koennen. Jeder kann es lernen, ueben.
Post by D.Schlenk
Unser Gehirn macht aus
Wahrnehmungen immer eine Story, damit es irgendeinen Sinn gibt.
Nicht unser Gehirn - dafuer ist nicht dein Gehirn verantwortlich.
Du kannst mit deinem Gehirn auch anders "Denken" und Erfahren.
Post by D.Schlenk
30 Schnappschüsse pro Sekunde werden i. a. nicht mehr als Einzelbilder
wahrgenommen, da müsste man schon sehr gute Augen haben.
Obwohl das schon wieder ein unzulaessiger ebenenwechsel ist, will ich
darauf mal eingehen. Jeder Cutter und jeder Musicproducer muss die
Faehigkeit besitzen diese Einzel-Eindruecke zu erkennen, sonst kann er
nicht sauber schneiden.

(und frueher haben wir das noch am Band, mit Stift, Schere und Klebeband
gemacht)
Post by D.Schlenk
Bei mir ist das nicht der Fall.
Weil du es nicht zu deinem Fall gemacht hast!
Dein Gehirn (unser Gehirn) hat das nicht verursacht.
Post by D.Schlenk
Also ich hatte Träume, die waren sogar noch besser, beglückender
als die Wachrealität. Die waren so abgefahren, daß man besser nicht
darüber erzählt.
Warum nicht?
Werde doch Maerchen oder SciFi-Autor. Vielleicht gefaellt es den
Menschen ja, und dann sind deiner Fantasie nicht sowieso schon keine
Grenzen mehr gesetzt, sondern sie bescheert dir auch noch ein schoenes
Einkommen.

Aber: Auch "Schreiben" will gelernt und geuebt sein.
Allem was man tut muss man auch den erforderlichen Respekt
entgegenbringen.

f
--
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http://www.freimanns-music.biz/
D.Schlenk
2009-11-01 11:26:30 UTC
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Raw Message
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Auch unsere Persönlichkeit im Wachbewußtsein ist ein Mischmasch.
Ja, und...
Da gibt es aber eine bestimmte Kontinuitaet, die diese alle
zusammenhaelt - und die sogar daruber entscheiden kann, welche
Mischmaschen zu behalten sind, oder auch nicht.
Ja, aus reiner Zweckmäßigkeit.
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Oft widerspricht man sich. Man sollte sich gestatten, vielseitiger zu sein.
Eine immer gleichbleibende Persönlichkeit ist eher unnatürlich, etwas
Zwanghaftes. Das hat was mit der Gesellschaft zu tun, die
gleichbleibende
Charaktere besser ausnutzen kann als sprunghafte, launische,
eigenwillige.
Ja, und ?
Mich stört es zum Beispiel nicht, wenn unter Freimann-Gefecht sehr
unterschiedliche Charaktere am Werk sind. Ich denke, ich habe da
schon unterschiedliche Charaktere herausgehört. Es ist nicht immer die
gleiche Person.
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Mit Absicht etwas zu hinterfragen, indem ich meditiere, würde bedeuten, daß
da jemand ist, der hinterfrägt. Und ich dachte immer, beim Meditieren geht
es darum, sich nicht mehr zu unterscheiden.
Auwaeia...
Wo hast du das denn gelernt (gelesen) ?
Irgendwo. In einem Buch über Zen-Meditation.
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Aber es stimmt doch, daß wenn man
gedankenverloren ist, man in diesem Moment nicht voll da ist. Das beobachte
ich bei anderen Menschen sehr oft. Gedanken lenken ab, man passt weniger
auf sich auf, man ist nicht voll Herr der Situation.
Gedanken die ablenken lenken ab, Muedigkeit truebt die Sinne, Illusionen
fuehren zur Wahrnehmung erwarteter oder nicht-erwarteter Erfahrungen.
Ja, siehste. So ist es doch.
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Post by Monkey Mind
Ich kann mich, ganz wach, auf einen Sinneseindruck konzentrieren, bis er
sehr fest und solide wirkt, oder genauso wach, darauf, den selben
Eindruck zu zerlegen, bis er in einzelne Schnappschüsse zerfällt.
Das können aber mit Sicherheit nicht viele.
Ja, aber alle koennen es koennen. Jeder kann es lernen, ueben.
Sie können es tun, sie müssen aber nicht. Bloss weil nicht alle können,
was manche vorgeben, tun zu können, sind sie ja deswegen nicht blöder.
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Unser Gehirn macht aus
Wahrnehmungen immer eine Story, damit es irgendeinen Sinn gibt.
Nicht unser Gehirn - dafuer ist nicht dein Gehirn verantwortlich.
Du kannst mit deinem Gehirn auch anders "Denken" und Erfahren.
Ja, genau. Aber mein Gehirn brauche ich trotzdem dazu. Oder würdest
Du lieber ohne Hirni rumlaufen.
Post by As Below
Post by D.Schlenk
30 Schnappschüsse pro Sekunde werden i. a. nicht mehr als Einzelbilder
wahrgenommen, da müsste man schon sehr gute Augen haben.
Obwohl das schon wieder ein unzulaessiger ebenenwechsel ist, will ich
darauf mal eingehen. Jeder Cutter und jeder Musicproducer muss die
Faehigkeit besitzen diese Einzel-Eindruecke zu erkennen, sonst kann er
nicht sauber schneiden.
Dann weißt Du ja, was ich gemeint habe, willst nur ein bissel gescheiter
sein.
Post by As Below
(und frueher haben wir das noch am Band, mit Stift, Schere und Klebeband
gemacht)
Ja, so war's.
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Bei mir ist das nicht der Fall.
Weil du es nicht zu deinem Fall gemacht hast!
Dein Gehirn (unser Gehirn) hat das nicht verursacht.
Nein, Du bist wie immer eine Extrawurscht.
Post by As Below
Post by D.Schlenk
Also ich hatte Träume, die waren sogar noch besser, beglückender
als die Wachrealität. Die waren so abgefahren, daß man besser nicht
darüber erzählt.
Warum nicht?
Werde doch Maerchen oder SciFi-Autor. Vielleicht gefaellt es den
Menschen ja, und dann sind deiner Fantasie nicht sowieso schon keine
Grenzen mehr gesetzt, sondern sie bescheert dir auch noch ein schoenes
Einkommen.
Ach, die haben ihre eigenen Träume. Jedem das seinige.
Post by As Below
Aber: Auch "Schreiben" will gelernt und geuebt sein.
Allem was man tut muss man auch den erforderlichen Respekt
entgegenbringen.
Bin ich Dir zu repektlos. Nein, ich nehm nur nicht alles allzu verbissen,
jedenfalls momentan.


D. S.
As Below
2009-11-02 08:59:43 UTC
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Raw Message
In article <hcjrce$43u$***@news.eternal-september.org>,
"D.Schlenk" <***@hotmail.de> wrote:

so dies und das

(...)

Ja, siehste, geht doch...

f
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2009-11-02 12:02:49 UTC
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Post by D.Schlenk
Post by Monkey Mind
Ich glaube, ich weiss, was Du meinst - aber ich würde dieses
"Auflösen/Verschwimmen" und das "schärfer werden/Verfestigen" nicht
mit der Wachheit oder Müdigkeit, verbinden, sondern mit der
Absicht, die Illustion der Kontinuität zu hinterfragen.
Mit Absicht etwas zu hinterfragen, indem ich meditiere, würde
bedeuten, daß da jemand ist, der hinterfrägt.
Es ist ja auch jemand da, der absichtlich meditiert.
Post by D.Schlenk
Und ich dachte immer, beim Meditieren geht es darum, sich nicht mehr
zu unterscheiden.
Es gibt eine Menge unterschiedlicher Dinge, die sich in der Meditation
machen lassen.

Wenn ich Ruhe finden will, dann ist Hinterfragen natürlich fehl am
Platz.

Wenn ich hinterfragen will, kann ich nicht einfach abschalten.

Wenn ich abschalten und träumen will, sollte ich mir nichts vormachen
und es nicht Meditation nennen :)
Post by D.Schlenk
Post by Monkey Mind
Ich kann mich, ganz wach, auf einen Sinneseindruck konzentrieren, bis er
sehr fest und solide wirkt, oder genauso wach, darauf, den selben
Eindruck zu zerlegen, bis er in einzelne Schnappschüsse zerfällt.
Das können aber mit Sicherheit nicht viele.
Das habe ich nicht deswegen geschrieben, um hier toll anzugeben.
Tatsache ist, dass es mit etwas Übung/Training durchaus im Alltag
machbar ist.
Post by D.Schlenk
Unser Gehirn macht aus Wahrnehmungen immer eine Story, damit es
irgendeinen Sinn gibt. 30 Schnappschüsse pro Sekunde werden
i. a. nicht mehr als Einzelbilder wahrgenommen, da müsste man schon
sehr gute Augen haben. Bei mir ist das nicht der Fall.
Ach so - naja, einen Kinofilm in Einzelbilder zerlegen, darum geht es
ja gar nicht. So 5-10 Sinneseindrücke pro Sekunde sind aber wirklich
machbar.

Lieber 5 mal pro Sekunde merken, wie sich meine Hand gerade anfühlt,
als frustriert daran scheitern, der Bildröhre beim Flackern zuzusehen
zu wollen.

Lieber 2 Minuten lang dran bleiben als eine Stunde lang immer wieder
mal.

Cheers,
Florian
--
Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren wäre
-- Epikur (Spruchsammlung 60)
D.Schlenk
2010-06-19 13:31:29 UTC
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Raw Message
Post by D.Schlenk
Verfasst von mir selber.
In der Gegenwart leben heißt, aus Wellen Teilchen machen. Solange ich nicht
in der Gegenwart bin, sind alle Teilchen verschwommen (blurred, unscharf),
in die Länge gezogen, langwellig. Im Ultrakurzwellenbereich können Töne
sehr genau wiedergegeben werden. Der Klang ist brilliant. So wie es mit
den Tönen ist, ist es auch mit den Bildern. Je kürzer die Momentaufnahmen
hintereinander, umso genauer, detaillierter das Bild, das wir von der
"Realität"
haben. In jedem dieser sehr kurzen Momente der Gegenwart machen wir
aus den Wellen Teilchen beziehungsweise Materie zum Anfassen.
Solange man nicht in der Gegenwart ist, nicht hinschaut, ist die Welt
verschwommen. Der bewußte wachsame Geist erschafft jeden Moment,
macht Verschwommenes, Langwelliges kurzwellig, macht es zu Teilchen,
zu Materie.
Wenn ich träume, werden Momente nicht mehr so exakt auseinanderge-
halten, fließen ineinander. Im Traum fließt alles ineinander; welche Zeit
wir da haben, spielt im Traum keine Rolle mehr: es mischen sich gedachte
Bilder zu einer phantastischen Welt, in der scheinbar alles möglich ist.
Man kann fliegen. Die Schwerkraft spielt im Traum keine Rolle. Wir
haben im Traum kein Zeitgefühl mehr. Es können auch Eindrücke der
Zukunft mit hineinspielen und Ahnungen von dem was kommt oder
kommen könnte. Man kann alles sein im Traum, darf alles nichtausgelebte
ausleben. Sobald ich wach werde, entschwindet das Verschwommene,
das Unscharfe und macht dem Wachbewußtsein, dem "Ich" Platz, welches
aus Verschwommenem genaue Bilder macht, aus dem Wellenbrei die
schönsten, brilliantesten Töne macht. Musik hat Wellennatur, ist geistiger
als ein Gegenstand, der aus stehenden Wellen besteht und so den
Eindruck von Materie vermittelt. Die Materie ist fest, greifbar, weil es
verfestigte Energie ist. E = m mal c Quadrat. m wäre hiernach E durch
c Quadrat. Gemäß Wikipedia haben wir es mit einer invarianten Masse
zu tun. Masse ist Energie geteilt durch die Lichtgeschwindigkeit. Teilchen
einer Masse haben bestimmte Eigenschaften, nämlich Energie und Impuls.
Die Werte der invarianten Masse von Zwei- oder Mehrteilchensystemen
sind, anders als die diskreten Massen elementarer Teilchen,
kontinuierlich.
Das Kontinuierliche ist dasjenige, was das "Ich" braucht. Abrupte
Änderungen dieses Kontinuierlichen ergeben keinen Sinn mehr für das
"Ich".
Wenn man alle Momentaufnahmen wie Negative eines Films übereinander-
legt, sind keine klaren Formen, Konturen mehr erkennbar; dann
verschwimmt alles mit allem.
Wenn man also von einem Moment übergeht auf die Betrachtung vieler
solcher Momente, wenn man also nicht mehr die Gegenwart "vor Augen
hat", sich die Welt nur noch "denkt", dann wird Welt wieder unscharf.
Die Wahrnehmung ist die Auftrennung einer Welle (zeitlicher Verlauf) in
einzelne Momente, in welchen Teilchen lokalisiert werden bzw. festge-
halten werden können. Nur in diesem einen Moment ist das Teilchen
greifbar, fest, ist es Materie.
Man stelle sich soundsoviel Momentaufnahmen pro Sekunde vor, je
mehr Bilder von dem Verlauf aller Teilchen auf ihren entsprechenden
Wellen gemacht werden, umso reeller, wirklicher, schärfer werden
diese Teilchen. Ein verwackeltes Bild bei der Kamera ist entsprechend
ein unscharfes Bild. Wenn ich nicht geistesgegenwärtig bin, sondern
gedankenverloren, weggetreten bin, verschwimmt diese exakte reelle
Welt, bestehend aus lauter Teilchen, wird schemenhaft, die
Wahrnehmung ist getrübt, verschwommen. Je wacher ich bin, je schärfer
der Geist wahrnimmt, umso reeller, materieller ist die Welt, umso
mehr Momentaufnahmen pro Sekunde werden von allen Wellen
gemacht.
Durch die Aneinanderreihung von sehr vielen sehr sehr kurzen
Momenten, Moment-Aufnahmen also, entsteht eine sich in der
Zeit verändernde Realität, ein Film, eine Geschichte. Diese Geschichte
ist die Geschichte eines "Ich".
Detmar Schlenk
Nachtrag:

Zitat aus:
http://www.das-zeitlose-selbst.de/Themen/Zeitillusion.htm


Physiker entdecken die Zeitlosigkeit

Nachdem Albert Einstein schon vor fünfzig Jahren deutlich machte, dass nach
seiner Überzeugung als Physiker Zeit nur eine Illusion sei, scheint sich
diese Erkenntnis einem Bericht des Wissenschaftsjournals "bild der
wissenschaften" zufolge (Heft 1 / 2008) jetzt zunehmendend auch bei den
heutigen Physikern durchzusetzen. Bislang wurde Einsteins Zeitillusion von
den meisten Physikern nur als ein mentaler Ausrutscher des Meisters
angesehen. Das ist um so erstaunlicher, als es sich hierbei um eine direkte
Konsequenz der speziellen Relativitätstheorie handelt. Auszug aus "bild der
wissenschaften": "...Dieser Fluss der Zeit ist uns sehr vertraut und
zugleich äußerst rätselhaft - aber trotzdem wohl eine blanke Illusion. Denn
immer mehr Physiker und Philosophen kommen zu dem Schluss, dass es die Zeit
objektiv überhaupt nicht gibt."

Der Grund ist in der Tatsache zu suchen, dass es in der Relativitätstheorie
Einsteins keine Gleichzeitigkeit gibt. Zeit hängt vom Bewegungssystem oder
von der Stärke des Gravitationsfeldes ab. Das ist nicht nur Theorie, sondern
wird durch die Praxis bestätigt (im Buch wurde bei der Erklärung der
Relativitätstheorie bereits darüber gesprochen, z. B.
GPS-Navigationssystem)."bild der wissenschaften" zitiert den namhaften
Physiker Roger Penrose, der darauf hingewiesen hat, dass zwei Menschen, die
sich mit extrem unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf der Straße begegnen,
völlig verschiedene "Gegenwarten" besitzen können. Zitat: "Der eine, der
sich in Richtung Andromedanebel bewegt, lebt zum Beispiel in einer Zeit, in
der dort über eine Invasion beraten wird. Und der andere, obwohl er gerade
am selben Ort ist, lebt dagegen in einer Zeit, in der sich die feindlichen
Raumschiffe bereits auf den Weg gemacht haben."

In diesem Gedankenexperiment leben beide Personen praktisch in verschiedenen
Welten. Das stellt die Existenz als solche in Frage. Der Mathematiker Kurt
Gödel kam daraufhin zu dem Schluss, dass Zeit eine Illusion sein muss.

Wir erleben die Welt normalerweise als dreidimensional. Der
Relativitätstheorie zufolge ist sie jedoch vierdimensional. "bild der
wissenschaften" zitiert den Philosophen und Physiker Vesselin Petkov: "Wenn
die Welt dreidimensional wäre, dann wären die Konsequenzen der speziellen
Relativitätstheorie und die Experimente, die sie bestätigen, unmöglich.
Physikalische Objekte sind in der Zeit ausgedehnt, was bedeutet, dass sie
vierdimensional sind."

Mit der vierten Dimension ist die Zeit gemeint. Wir haben uns an die
Vierdimensionalität noch nicht gewöhnt, obwohl wir ständig in ihr leben.
Unsere Wahrnehmung wird nach wie vor von der dreidimensionalen Körperwelt
beherrscht. Wir schneiden die einzelnen Objekte sozusagen aus ihrem
dynamischen Geschehen heraus und versuchen, sie in dem jeweiligen Moment
einzufrieren. So sehen wir eine Uhr nur als statisches Objekt. Eine intakte
Uhr ist aber immer die Summe aller Zeigerstellungen. Alle Zeigerstellungen
können sich aber nur in der Zeit manifestieren. Eine korrekte Beschreibung
der Uhr muss deswegen den zeitlichen Prozess einbeziehen. Für eine Uhr, die
24 Stunden läuft, hätte also die vierte Dimension die zeitliche Größe von 24
Stunden. Die Uhr als dreidimensionales Objekt erhält mit der Zeit (in diesem
Fall 24 Stunden) als vierte Dimension ihre vollständige Beschreibung.

Um das verständlich zu machen nehmen wir eine einfache Kiste. Jede Seite der
Kiste bildet für sich eine Fläche. Es kann aber keine Fläche ohne einen
dreidimensionalen Körper geben. Selbst das dünnste Blatt Papier hat eine
minimale Stärke. Mit anderen Worten: In unserer Welt gibt es nichts
Zweidimensionales ohne einen dreidimensionalen Körper. Die Fläche bleibt
also immer nur eine unvollständige Beschreibung der Realität, eine mentale
Hilfskonstruktion, die für sich alleine nicht existiert. Genauso kann es
keinen dreidimensionalen Körper geben, der sich nicht mit der Zeit - der
vierten Dimension - verändert. So bleibt die laufende Uhr ohne die sich
ständig verändernden Zeigerstellungen nur eine mentale Hilfskonstruktion. In
ihrer Ganzheit muss sie als etwas sich in der Zeit Bewegendes betrachtet
werden.

Es gibt kein Objekt ohne ein Vorher und ein Nachher. Das vierdimensionale
Raum-Zeit-Objekt setzt sich also aus mehreren Objekten zusammen: das Objekt
vorher, das Objekt jetzt und das Objekt nachher.

Die Physiker bezeichnen die vierdimensionale Welt als Block-Universum der
Raumzeit. In dieser Welt fließt keine Zeit mehr. Alles ist auf einmal da.
Der philosophische Begriff dafür lautet: Eternalismus. Zitat "bild der
wissenschaften": "Dieses Block-Universum der Raumzeit ist quasi zeitlos oder
ewig. ..... Im Eternalismus sind alle Zeitpunkte und ihre Bezugssysteme
gleich wirklich. Die Zeit ist eine reale vierte Dimension analog den drei
Raumdimensionen."

Es bleibt nun noch die Frage, wieso wir trotzdem eine fließende Zeit
erleben. Das dürfte daran liegen, dass unser Gehirn durch seine
physikalische Beschränktheit immer nur Momentaufnahmen herstellen kann, die
wir dann anschließend zu einem Ganzen zusammensetzen. Diese Momentaufnahmen
erscheinen uns wie vorbeifließende Bilder. Ähnlich wie bei einem
Zelluloidfilm, auf dem schon alle Bilder da sind. Erst durch das Abspielen
des Filmes entsteht der Eindruck von fließender Zeit, obwohl das
Filmmaterial selbst zeitlos ist.

Ende Zitat

D. S.
As Below
2010-06-19 14:30:10 UTC
Permalink
Raw Message
In article <hvigrr$ij7$***@news.eternal-september.org>,
"D.Schlenk" <***@hotmail.de> wrote:

Haste Schreibverbot in de.new.age.pubs-lassen ?
Post by D.Schlenk
Ende Zitat
gut.
--
F.M.O. : fmbnewsclub.blogspot.com
Infos, Musik, Videos, Pics
D.Schlenk
2010-06-19 17:07:44 UTC
Permalink
Raw Message
Post by As Below
Haste Schreibverbot in de.new.age.pubs-lassen ?
Meintest Du die Zeitschrift News Age bzw. www.newsage.de.
Nein, dort habe ich kein Schreibverbot. Ich schreibe keine Artikel in
Zeitschriften. Dafür gibt es andere, die das besser können.

Wenn hier jemand herumpupst, dann bist Du das wahrscheinlich. Das
Kraut, das Du rauchst, scheint Dir nicht zu bekommen. :-)
Post by As Below
F.M.O. : fmbnewsclub.blogspot.com
Infos, Musik, Videos, Pics
http://www.tao-chan.de/pdf/artikel_news_ages_02_2008.pdf

Zensho W. Kopp:
"Das Ego hat kein Sein aus sich selbst, sondern ist nur ein Prozess. Es ist
ein Prozess in Form von Identifikationen mit den Erinnerungen einer toten
Vergangenheit, mit alten Verhaltensmustern und allen möglichen Vorstellungen
und Denkgewohnheiten. Doch das bist Du nicht. Das hat mit dem, was du im
Grunde deines Seins wirklich bist, nicht das Allergeringste zu tun. Du
glaubst
zwar, dich in einer dreidimensionalen Welt von Raum und Zeit zu bewegen,
in Wirklichkeit bewegt sich aber nur der Geist. Der Geist ist die Grundlage
von allem, alles findet nur im Geiste statt"


D. S.

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