Discussion:
Buddhistische Ethik?
(zu alt für eine Antwort)
Anne Onime
2010-11-06 09:27:22 UTC
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Raw Message
Wie sieht die buddhistische Ethik aus?

Wie steht Buddha (oder eine andere berühmte Autorität) zum Beispiel zu Mord?
Welche Regeln für das Sexualleben gibt es?

Was darf ein Buddhist alles tun, was ein Christ z B nicht kann und umgekehrt?
As Below
2010-11-06 15:41:23 UTC
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Raw Message
Post by Anne Onime
Wie sieht die buddhistische Ethik aus?
Sowas gibt es nicht.
Ethik ist auch, im Unterschied zu Moralen, grade nicht zu unterscheiden
in Parteilichkeiten / Interessen-Gemeinschaften.

Deine Frage waere besser gestellt mit :
"Gibt es eine buddhistische Ethik?"

Die Antwort waere dann: Nein!
Post by Anne Onime
Wie steht Buddha (oder eine andere berühmte Autorität) zum Beispiel zu Mord?
Welche Regeln für das Sexualleben gibt es?
Was darf ein Buddhist alles tun, was ein Christ z B nicht kann und umgekehrt?
Hier waere, vor einer antwort, zunaechst zu klaeren, welches Interesse
der Fragesteller mit seiner Frage verfolgt.

erst dann koennte man darueber urteilen, ob es ethisch waere, auf diese
Fragen ueberhaupt zu antworten...
--
Beliebt und guenstig : Musik-Wurst
in Scheiben oder Wuerfeln.
freie Auswahl :
http://bettis-art-house.blogspot.com
Lothar Schenk
2010-11-06 19:05:54 UTC
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Raw Message
Post by As Below
Post by Anne Onime
Wie sieht die buddhistische Ethik aus?
Sowas gibt es nicht.
Ethik ist auch, im Unterschied zu Moralen, grade nicht zu unterscheiden
in Parteilichkeiten / Interessen-Gemeinschaften.
"Gibt es eine buddhistische Ethik?"
Die Antwort waere dann: Nein!
Das sehen die Verfasser dieses Wikipedia-Artikels ueber Ethik
anscheinend nicht so:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik

In diesem Artikel wird ausdruecklich auch die buddhistische Ethik als
eine von vielen anderen Ethiken aufgefuehrt und in dem dort
referenzierten Artikel naeher erlaeutert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhistische_Ethik
As Below
2010-11-06 22:06:31 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
Post by As Below
Post by Anne Onime
Wie sieht die buddhistische Ethik aus?
Sowas gibt es nicht.
Ethik ist auch, im Unterschied zu Moralen, grade nicht zu unterscheiden
in Parteilichkeiten / Interessen-Gemeinschaften.
"Gibt es eine buddhistische Ethik?"
Die Antwort waere dann: Nein!
Das sehen die Verfasser dieses Wikipedia-Artikels ueber Ethik
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik
In diesem Artikel wird ausdruecklich auch die buddhistische Ethik als
eine von vielen anderen Ethiken aufgefuehrt und in dem dort
http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhistische_Ethik
Ja, das koennen verschiedene Verfasser auch so sehen.
Wenn sie das so sehen werde ich ihnen nicht widersprechen -
aus eben jenem Grund den ich auch schon hinsichtlich der Beantwortung
der eingehenden Frage genannt habe.

Auf eines aber moechte ich zunaechst einmal hinweisen :
Es gibt eine kaum ueberschaubare Zahl von Sittenlehren und Moralen,
die auf unterschiedlichste Annahmen gruenden und so unterschiedlichste
Urteile bedingen...

Es gibt aber nur eine "Ethische Denkform", nur eine Ethik. Daher ist es
fuer mich ganz kalr und eindeutig, dass es eine "buddhistische Ethik" in
der Unterscheidung von anderen Parteien oder gar im Gegensatz zu anderen
Parteien nicht geben kann.

Der von dir genannte Artikel geht im uebrigen von einem bei
Ost-Missionaren weit verbreiteten Irrtum hinsichtlich der
Monotheistischen Religionen aus: Der Mensch ist eben nicht nur der
"gnade Kottes" ausgeliefert, sondern Erbe der Folgen seiner Taten...

Das war schon bei den Griechischen Stoikern so, und auch im
alttestamentarischen Judentum keimt diese Idee bereits - vielleicht dort
sogar noch auf einer hoeheren Ebene des Begreifens, insoweit dort eben
nicht nur der Einzelne Erbe der folgen seiner Taten ist, sondern auch
die nachfolgenden Generationen. Dass dies nicht bekannt oder
beruecksichtig wurde (die Ignoranz) wiederum wirft ein bezeichnendes
Licht auf das kindlich naive Karmaverstaendnis und Ethik-Verstaendnis
der Autoren dieses Waschzettels.

Naja, man kennt die Motive nicht, deshalb kann man das wohl auch nicht
wirklich beurteilen, und sollte es als ein eben "nicht wirklich zu
beurteilendes" beiseite legen.

Vielleicht gibt es irgendwann mal Informationen die die Motive und die
moralischen Ueberlegungen der autoren verstaendlicher machen.
Zunaechst sind diese Autoren und deren Grund-Annahmen ja verborgen hinter
dem Text.

Aber letzten Endes ist das fuer jemanden der "kein Buddhist" ist, und
auch nichts anderes ausser einem Un-Heiligen auch nicht so sehr wichtig,
unter welcher Maskerade sich das Un-wissen zu verbergen sucht.

buybuy

fchen
--
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Maximilien de Robespierre
2010-11-08 10:11:21 UTC
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Raw Message
Post by Anne Onime
Wie sieht die buddhistische Ethik aus?
Buddhismus selber ist keine Glaubensrichtung oder Religion. Es handelt
sich um eine große Sammlung unterschiedlicher Strömungen und
Anschauungen. Es ist auch nicht möglich so etwas wie einen kleinsten
gemeinsamen Nenner an Überzeugungen heraus zu arbeiten bzw. ein
gemeinsames Glaubensbekenntnis zu definieren. Deshalb gibt es auch keine
allgemeine Ethik. Wenn Du jedoch eine konkrete Strömung nennst, dann
lassen sich auch auf Deine Frage Antworten geben. Sehr viele Strömungen
mit eigenen Klöstern haben zum Teil sehr strenge und Umfangreiche
Ordensregeln.

http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus
Post by Anne Onime
Wie steht Buddha (oder eine andere berühmte Autorität) zum Beispiel zu Mord?
Welche Regeln für das Sexualleben gibt es?
http://de.wikipedia.org/wiki/Vinayapitaka
Post by Anne Onime
Was darf ein Buddhist alles tun, was ein Christ z B nicht kann und umgekehrt?
Es hängt von der Richtung ab. In vielen Linien sind z.B. für den Laien
folgende Grunsätze zu finden.

1. Schonen aller Lebewesen.

2. Kein Verzehr von Fleisch.

3. Teilweise sexuelle Enthaltsamkeit. (Diesen Punkt kann ich am
wenigsten nachvollziehen)

4. Rechte Rede (Wahrhaftigkeit).

5. Bescheidenheit


Die Liste ist nicht vollständig.

Maximilien
Anastra
2010-11-09 20:18:51 UTC
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Raw Message
"Maximilien de Robespierre" <***@jakobinerklub.fr>
schrieb im Newsbeitrag news:4cd7ccc9$0$7667
Post by Maximilien de Robespierre
2. Kein Verzehr von Fleisch.
Tibet und Buddhismus Nr. 84, 1/2008
Vierteljahresheft des Tibetischen Zentrums e.V. Hamburg

"Fleischverzehr ist keine unheilsame Handlung"
Interview mit Jhado Rinpoche

Von Birgit Stratmann

Dürfen Buddhisten Fleisch essen? Jhado Rinpoche spricht im Interview über
den Fleischverzehr in verschiedenen Zusammenhängen, einschließlich der
tantrischen Praxis.

Jhado Rinpoche, 1954 geboren, lebt im Namgyal-Kloster im indischen
Dharamsala, dessen Abt er von 1997 bis 2004 war.

*

FRAGE: Es gibt lebhafte Diskussionen, ob Buddhisten Fleisch essen dürfen, da
Gewaltlosigkeit eine wesentliche buddhistische Praxis ist. Was denken Sie?

RINPOCHE: Es ist gut, kein Fleisch zu essen. Der Verzehr von Fleisch führt
dazu, dass Tiere getötet werden. Verzichten viele Menschen auf Fleisch, wird
weniger Tieren Leid zugefügt. Dieser Zusammenhang ist offensichtlich. Auch
ökologische Gründe sprechen gegen den Fleischverzehr.

FRAGE: In einigen Mahayana-Texten wird der Fleischverzehr vehement
verworfen. In Tibet wird - sicher bedingt durch die Ernährungslage auf dem
Dach der Welt - relativ viel Fleisch gegessen und gleichzeitig das Mahayana
praktiziert. Wie lässt sich das vereinbaren?

RINPOCHE: Nicht alle Mahayanaschriften untersagen den Fleischverzehr. Es
gibt auch Texte, etwa des indischen Meisters Bhavaviveka, die diesen Punkt
genau untersuchen und zu dem Schluss kommen, dass der Fleischverzehr für
einen Übenden des Mahayana nicht verboten ist. Ein Beispiel: Wenn ein Mönch
oder eine Nonne, die das Mahayana praktizieren, auf Almosengang sind, halten
sie sich an die Regeln zur Disziplin (Vinaya). Diese besagen, dass es falsch
wäre, beim Essen eine Auswahl zu treffen. Beim Almosengang nehmen die
Ordinieren, was ihnen gegeben wird.

Weiter gibt es Texte, die den Fleischverzehr stark missbilligen wie das
Lankavatara-Sutra. Daraus lässt sich meines Erachtens aber nicht ableiten,
der Fleischverzehr sei eine unheilsame Handlung. Dies gilt vor allem dann
nicht, wenn die drei Bedingungen gegeben sind: Man hat weder gesehen noch
gehört noch kann man vermuten, dass das Tier speziell für einen selbst
getötet wurde.

FRAGE: Wenn wir Fleisch kaufen, sind wir dann nicht indirekt für das Töten
von Tieren verantwortlich, weil wir die Nachfrage ankurbeln?

RINPOCHE: Nein, denn wenn wir Fleisch kaufen, sehen und hören wir nicht,
dass ein Tier direkt für uns getötet wurde. Fleischverzehr ist keine
unheilsame Handlung. Ein Indiz dafür ist, dass es für Handlungen, die von
Natur her unheilsam sind, wie das Töten, keinerlei Erlaubnis in den
Ordensregeln gibt. Der Buddha hat solche Handlungen verboten. Auch der Kauf
von Fleisch ist nicht unheilsam. Auf der anderen Seite üben wir im
Buddhismus liebevolle Zuneigung und Mitgefühl mit allen Lebewesen. Von
diesem Gesichtspunkt her ist es eindeutig besser, kein Fleisch zu essen.
Wenn wir den Fleischverzehr nicht ganz unterlassen können, so wäre es
sinnvoll, ihn stark zu reduzieren.

Als Mahayana-Praktizierende haben wir auch eine gesellschaftliche
Verantwortung, indem wir andere ermutigen, weniger Fleisch zu essen, um
insgesamt weniger Leiden für die Tiere zu verursachen. Ich halte es für
sinnvoll, öffentlich zu machen, welches unermessliche Leiden die
Massentierhaltung und -tötung mit sich bringt - sowohl für die Tiere als
auch für die Umwelt. Darüber hinaus können wir uns vor Augen führen, dass
Fleischesser ein höheres Risiko für Herzinfarkt und andere lebensbedrohliche
Krankheiten haben. Weiter richten wir uns gegen die landläufige Meinung,
wonach Fleischverzehr besser für die Gesundheit sei. Dass dies nicht so ist,
beweisen Vegetarier, die ihre Ernährung komplett umgestellt haben.

Tantra: Unreines verwandeln

FRAGE: Im Tantra wird Fleisch genutzt, welche Bedeutung hat das?

RINPOCHE: Nach den Lehren des Höchsten Yogatantra ist der Fleischverzehr
nicht untersagt. In tantrischen Ritualen wird eine so verschwindend geringe
Menge Fleisch benutzt, dass dies für das große Ganze kaum eine Bedeutung
hat. Für den Übenden allerdings kann der Nutzen weitreichend sein, denn er
übt sich darin, unreine Wahrnehmungen durch Konzentration und Mantras in
reine Wahrnehmungen umzuwandeln. Zu den fünf Gaben, um die es hier geht,
gehört auch Kot.

FRAGE: Wie ist es für Übende, die spirituell gar nicht in der Lage sind,
Unreines umzuwandeln?

RINPOCHE: Man muss kein Fleisch essen, es ist aber auch nicht untersagt. Es
gibt auch Praktizierende des höchsten Yogatantra, die Vegetarier sind.

FRAGE: Kann man Fleisch weglassen, wenn man Rituale aus dem Höchsten
Yogatantra praktiziert?

RINPOCHE: Wenn wir in den Ritualen überhaupt kein Fleisch benutzten, wäre es
eine Verfehlung gegen die Gelöbnisse des Höchsten Yogatantras. Der
Praktizierende hat die Aufgabe, sich darin zu üben, unreine Substanzen mit
einem Geist reiner Wahrnehmung in Verbindung mit der Erkenntnis der Leerheit
zu betrachten. So kann er reine Wahrnehmungen entwickeln. Dafür sind die
unreinen Substanzen notwendig.

Wir schaffen durch diese Übung die Bedingungen, die Reinheiten in Zukunft
vollständig zu üben und die Wahrnehmungen eines Buddha zu entwickeln. Wenn
wir Alkohol und Fleisch einfach weglassen, wäre es eine Vernachlässigung der
tantrischen Regeln und Praxis. Aufgrund der winzigen Menge gibt es für uns
einen Nachteil. Es geht nur darum, sich mit dieser Praxis in Verbindung zu
bringen, auch wenn man die Umwandlung noch nicht beherrscht. Im Buddhismus
gibt es nicht die brahmanischen Regeln, dass kein Alkohol oder Fleisch
unseren Mund berühren darf.

FRAGE: Patrul Rinpoche (1808-1887) sagt in seiner Schrift: "Die Worte meines
vollendeten Lehrers", wenn man keine Verwirklichungen auf der Erzeugungs-
und Vollendungsstufe hat, sei das Darbringen von Fleisch sogar schädlich.

RINPOCHE: Patrul Rinpoche selbst hat bestimmt Fleisch und Alkohol bei einer
Puja benutzt, daher weiß ich nicht, warum er das schreibt. Vielleicht
bezieht er sich auf Personen, die keine Initiation haben, oder solche, die
meinen, aufgrund der tantrischen Praxis größere Mengen Fleisch und Alkohol
konsumieren zu dürfen. Das wäre ein Zeichen von Degeneration und
Fehlentwicklung. Wir müssen auch unterscheiden, ob jemand keine
Verwirklichungen hat oder gar keine Initiation. Wer eine Initiation hat,
nimmt damit bestimmte Gelöbnisse an. Dazu gehört auch, dass wir diese
geheimen Substanzen darbringen, wobei Alkohol und Fleisch die wesentlichen
sind. Als Praktizierende des Tantra achten wir darauf, diese Substanzen in
sehr geringen Mengen zu benutzen. Wir können das Fleisch auch in einen Teig
einrühren und einen Tropfen Alkohol in Saft auflösen.

FRAGE: Wir haben heute mit negativen Folgen des massenhaften Fleischverzehrs
zu tun. Müsste sich der Buddhismus nicht dieser Entwicklung anpassen und den
Fleischverzehr neu bewerten?

RINPOCHE: Es gibt genügend Gründe aus dem Buddhismus selbst, die für den
Vegetarismus oder zumindest die Verringerung des Fleischkonsums sprechen wie
Liebe, Mitgefühl und Gewaltlosigkeit als die zentralen Übungen.

Unsere Aufgabe ist es, den Fleischverzehr immer wieder kritisch zu
hinterfragen und der Massentierhaltung und Tierquälerei Einhalt zu gebieten.
S.H. der Dalai Lama geht mit gutem Beispiel voran. Er erlaubt bei
buddhistischen Unterweisungen oder größeren Festen und Zusammenkünften kein
Fleisch mehr. Das hat sich mittlerweile durchgesetzt, und damit hat er in
seiner eigenen Gesellschaft ein Umdenken bewirkt.

Wichtig ist das Verhalten des Einzelnen. Wir als Buddhisten sollten uns um
eine vegetaristische Lebensweise bemühen. So eine Entwicklung braucht Zeit,
wir müssen unser Bewusstsein und unsere Gewohnheiten verändern. Wir können
damit beginnen, in unserem eigenen Leben weniger Fleisch zu uns zu nehmen.
Das wäre ein guter Anfang.

*

Quelle:
Tibet und Buddhismus Nr. 84, 1/2008, S. 28-29
Herausgeber:
Tibetisches Zentrum e.V.
Hermann-Balk-Straße 106, 22147 Hamburg
Tel.: 040/644 35 85, Fax: 040/644 35 15
E-mail: ***@tibet.de
Internet: www.tibet.de

Tibet und Buddhismus erscheint viermal im Jahr.
Jahres-Abo (inkl. Porto): 22,00 Euro
Einzelheft (zuzügl. Porto): 5,50 Euro

veröffentlicht im Schattenblick zum 26. Januar 2008
Anastra
2010-11-09 20:25:36 UTC
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Raw Message
"Maximilien de Robespierre" <***@jakobinerklub.fr>
schrieb im Newsbeitrag news:4cd7ccc9$0$7667
Post by Maximilien de Robespierre
2. Kein Verzehr von Fleisch.
Majjhima Nikaya, Mittlere Sammlung
M. 51. (VI,1) Kandaraka Sutta, Kandarako

DAS HAB' ICH GEHÖRT. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Campá, am Gestade
des Gaggará-Sees, mit einer großen Schar von Mönchen. Da nun begab sich
Pesso, der Sohn eines Elefantenlenkers, und Kandarako, ein Pilger, dorthin
wo der Erhabene weilte. Dort angelangt begrüßte Pesso, der Sohn des
Elefantenlenkers, den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich seitwärts
nieder; während Kandarako, der Pilger, mit dem Erhabenen höflichen Gruß und
freundliche, denkwürdige Worte tauschte und sich dann seitwärts hinstellte.
Seitwärts stehend blickte da Kandarako der Pilger über die lautlose, stille
Schar der Mönche hin und sprach nun zum Erhabenen also :

"Wunderbar, o Gotamo, außerordentlich ist es, o Gotamo, wie da Herr Gotamo
so richtig die Jüngerschaft gewiesen hat! Die da früher, o Gotamo, in
vergangenen Zeiten Heilige, vollkommen Erwachte waren, haben auch diese
Erhabenen ebenso richtig ein solches Ziel den Jüngern gewiesen, gleichwie da
jetzt Herr Gotamo die Jünger richtig gewiesen hat? Und die da später, o
Gotamo, in künftigen Zeiten Heilige, vollkommen Erwachte sein werden, werden
auch diese Erhabenen ebenso richtig ein solches Ziel den Jüngern weisen,
gleichwie da jetzt Herr Gotamo die Jünger richtig gewiesen hat?"

"So ist es, Kandarako, so ist es, Kandarako. Die da früher, Kandarako, in
vergangenen Zeiten Heilige, vollkommen Erwachte waren, auch diese Erhabenen
haben ebenso richtig ein solches Ziel den Jüngern gewiesen, gleichwie da
jetzt von mir die Jünger richtig gewiesen sind; und die da später,
Kandarako, in künftigen Zeiten Heilige, vollkommen Erwachte sein werden,
auch diese Erhabenen werden ebenso richtig ein solches Ziel den Jüngern
weisen, gleichwie da jetzt von mir die Jünger richtig gewiesen sind.

"Denn es gibt, Kandarako, Mönche unter diesen Jüngern, die Heilige,
Wahnversieger, Endiger sind, die das Werk gewirkt, die Last abgelegt, das
Heil sich errungen, die Daseinsfesseln vernichtet, sich durch vollkommene
Erkenntnis erlöst haben. Und es gibt, Kandarako, Mönche unter diesen
Jüngern, die Kämpfer sind, tapfer in Tugend, tapfer im Wandel, gewitzigt
sind, witzig im Wandel; die haben ihr Gemüt auf die vier Pfeiler der
Achtsamkeit gegründet; auf welche vier? Da wacht, Kandarako, ein Mönch beim
Körper über den Körper, unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwerfung
weltlichen Begehrens und Bekümmerns; wacht bei den Gefühlen über die
Gefühle, unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwerfung weltlichen
Begehrens und Bekümmerns; wacht beim Bewußtsein über das Bewußtsein,
unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwerfung weltlichen Begehrens
und Bekümmerns; wacht bei den Geistobjekten über die Geistobjekte,
unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwerfung weltlichen Begehrens
und Bekümmerns."

Auf diese Worte wandte sich Pesso, der Sohn des Elefantenlenkers, also an
den Erhabenen:

"Wunderbar, o Herr, außerordentlich ist es, o Herr, wie so deutlich, o Herr,
der Erhabene die vier Pfeiler der Achtsamkeit gezeigt hat, die da zur
Läuterung der Wesen, zur Überwältigung des Schmerzes und Jammers, zur
Zerstörung des Leidens und der Trübsal, zur Gewinnung des Rechten, zur
Verwirklichung der Erlöschung führen! Denn auch wir, o Herr, als Hausleute,
weiß gekleidet, haben von Zeit zu Zeit unser Gemüt auf die vier Pfeiler der
Achtsamkeit gegründet: da wachen wir, o Herr, beim Körper über den Körper,
unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam, nach Verwerfung weltlichen Begehrens
und Bekümmerns; wachen bei den Gefühlen über die Gefühle, unermüdlich,
klaren Sinnes, achtsam, nach Verwerfung weltlichen Begehrens und Bekümmerns:
wachen beim Bewußtsein über das Bewußtsein, unermüdlich, klaren Sinnes,
achtsam, nach Verwerfung weltlichen Begehrens und Bekümmerns; wachen bei den
Geistobjekten über die Geistobjekte, unermüdlich, klaren Sinnes, achtsam,
nach Verwerfung weltlichen Begehrens und Bekümmerns. Wunderbar, o Herr,
außerordentlich ist es, o Herr, wie genau, o Herr, der Erhabene, wo die
Menschen so heimlich, wo die Menschen so verhohlen, wo die Menschen so
heuchlerisch sind, weiß, was den Wesen frommt und was ihnen nicht frommt!
Denn heimlich wie die Höhle, o Herr, ist der Mensch, und offen wie die
Ebene, o Herr, ist das Tier. Ja, ich kann mich, o Herr, an einen
Elefantenhengst erinnern: so oft der auch durch die Straßen von Campá gehn
und kommen mag, wird er jedesmal all seine List und Tücke, Launen und Ränke
offenbaren. Was da aber, o Herr, unsere Knechte und Söldner und Werkleute
sind, die gehn anders an die Arbeit, und anders reden sie, und wiederum
anders denken sie. Wunderbar, o Herr, außerordentlich ist es, o Herr, wie
genau, o Herr, der Erhabene, wo die Menschen so heimlich, wo die Menschen so
verhohlen, wo die Menschen so heuchlerisch sind, weiß, was den Wesen frommt
und was ihnen nicht frommt. Denn heimlich wie die Höhle, o Herr, ist der
Mensch, und offen wie die Ebene, o Herr, ist das Tier."

"So ist es, Pesso, so ist es, Pesso: heimlich wie die Höhle, Pesso, ist ja
der Mensch, und offen wie die Ebene, Pesso, ist ja das Tier. - Vier Arten
von Menschen, Pesso, finden sich hier in der Welt vor: welche vier? Da ist,
Pesso,einer ein Selbstquäler, ist der Übung der Selbstqual eifrig ergeben;
da ist wieder, Pesso, einer ein Nächstenquäler, ist der Übung der
Nächstenqual eifrig ergeben; da ist, Pesso, einer ein Selbstquäler, ist der
Übung der Selbstqual eifrig ergeben, und er ist ein Nächstenquäler, ist der
Übung der Nächstenqual eifrig ergeben; und da ist, Pesso, einer weder ein
Selbstquäler, ist nicht der Übung der Selbstqual eifrig ergeben, noch ist er
ein Nächstenquäler, ist nicht der Übung der Nächstenqual eifrig ergeben:
ohne Selbstqual, ohne Nächstenqual ist er schon bei Lebzeiten ausgeglüht,
erloschen, kühl geworden, fühlt sich wohl, heilig geworden im Herzen.
Welcher ist es, Pesso, von diesen vier Menschen, der deinem Sinne zusagt ?"

"Jener Mensch, o Herr, der ein Selbstquäler, der Übung der Selbstqual eifrig
ergeben ist, der sagt meinem Sinne nicht zu; und auch jener Mensch, o Herr,
der ein Nächstenquäler, der Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist, auch
der sagt meinem Sinne nicht zu; und auch jener Mensch, o Herr, der ein
Selbstquäler, der Übung der Selbstqual eifrig ergeben ist, und ein
Nächstenquäler, der Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist, auch der sagt
meinem Sinne nicht zu; aber jener Mensch, o Herr, der weder ein
Selbstquäler, nicht der Übung der Selbstqual eifrig ergeben ist, noch ein
Nächstenquäler, nicht der Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist: der
ohne Selbstqual, ohne Nächstenqual schon bei Lebzeiten ausgeglüht,
erloschen, kühl geworden ist, sich wohlfühlt, heilig geworden im Herzen: der
sagt meinem Sinne zu."

"Warum aber, Pesso, sagen jene drei Menschen deinem Sinne nicht zu?"

"Jener Mensch, o Herr, der ein Selbstquäler, der Übung der Selbstqual eifrig
ergeben ist, der läßt sich selber, der Wohl begehrt und Wehe verabscheut,
Qual und Pein erleiden: darum sagt jener Mensch meinem Sinne nicht zu; und
jener Mensch, o Herr, der ein Nächstenquäler, der Übung der Nächstenqual
eifrig ergeben ist, der läßt den Nächsten, der Wohl begehrt und Wehe
verabscheut, Qual und Pein erleiden: darum sagt jener Mensch meinem Sinne
nicht zu; und jener Mensch, o Herr, der ein Selbstquäler, der Übung der
Selbstqual eifrig ergeben ist, und ein Nächstenquäler, der Übung der
Nächstenqual eifrig ergeben ist, der läßt sich wie den Nächsten, die Wohl
begehren und Wehe verabscheuen, Qual und Pein erleiden: darum sagt jener
Mensch meinem Sinne nicht zu; aber jener Mensch, o Herr, der weder ein
Selbstquäler, nicht der Übung der Selbstqual eifrig ergeben ist, noch ein
Nächstenquäler, nicht der Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist: der
ohne Selbstqual, ohne Nächstenqual schon bei Lebzeiten ausgeglüht,
erloschen, kühl geworden ist, sich wohlfühlt, heilig geworden im Herzen:
dieser Mensch sagt meinem Sinne darum zu. - Wohlan denn, jetzt, o Herr,
wollen wir gehn: manche Pflicht wartet unser, manche Obliegenheit."

"Wie es dir nun, Pesso, belieben mag."

Und Pesso, der Sohn des Elefantenlenkers, durch des Erhabenen Rede erfreut
und befriedigt, stand von seinem Sitze auf, begrüßte den Erhabenen
ehrerbietig, schritt rechts herum und ging fort.

Da wandte sich nun der Erhabene, bald nachdem Pesso, der Sohn des
Elefantenlenkers, fortgegangen war, also an die Mönche:

"Weise, ihr Mönche, ist Pesso, der Sohn des Elefantenlenkers,
wissensmächtig, ihr Mönche, ist Pesso, der Sohn des Elefantenlenkers. Wäre
Pesso, ihr Mönche, der Sohn des Elefantenlenkers, noch eine Weile geblieben,
bis ich ihm diese vier Arten von Menschen ausführlich erklärt hätte, großen
Gewinn hätt' er mit sich genommen. Aber, ihr Mönche, auch so schon hat
Pesso, der Sohn des Elefantenlenkers, viel gewonnen."

"Da ist es, Erhabener, Zeit, da ist es, Willkommener, Zeit, daß der Erhabene
diese vier Arten von Menschen ausführlich erkläre: des Erhabenen Wort werden
die Mönche bewahren."

"Wohlan denn, ihr Mönche, so höret und achtet wohl auf meine Rede."

"Gewiß, o Herr!n antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der
Erhabene sprach also:

"Was ist das nun, ihr Mönche, für ein Mensch, der ein Selbstquäler, der
Übung der Selbstqual eifrig ergeben ist? Da ist, ihr Mönche, einer ein
Unbekleideter, ein Ungebundener, ein Handverköster, kein Ankömmling, kein
Abwärtling, gestattet keine Darreichung, keine Vergünstigung, keine
Einladung, späht beim Empfangen des Almosens nicht nach dem Topfe, nicht
nach der Schüssel, nicht über die Schwelle, nicht über das Gitter, nicht in
den Kessel hinein, nimmt nicht von zu zweit Speisenden an, nicht von einer
Schwangeren, nicht von einer Säugenden, nicht von einer, die vom Manne
kommt, nicht von Beschmutzten, nicht wo ein Hund dabeisteht, nicht wo
Fliegen hin und her schwärmen, ißt keinen Fisch,

kein Fleisch,

trinkt keinen Wein, kein gebranntes Wasser, keinen gegorenen Haferschleim.
Er geht zu einem Hause und begnügt sich mit einer Handvoll Almosenspeise;
geht zu zwei Häusern und begnügt sich mit zwei Handvoll Almosenspeise; geht
zu sieben Häusern und begnügt sich mit sieben Handvoll Almosenspeise. Er
fristet sein Leben durch die Mildtätigkeit von nur einer Spenderin, von nur
zwei Spenderinnen, von nur sieben Spenderinnen. Er nimmt nur jeden ersten
Tag Nahrung ein, nur jeden zweiten Tag, nur jeden siebenten Tag. Solcherart
wechselnd beobachtet er streng diese bis auf einen halben Monat ausgedehnte
Fastenübung. Oder er lebt von Kräutern und Pilzen, von wildem Reis und Korn,
von Samen und Kernen, von Pflanzenmilch und Baumharz, von Gräsern, von
Kuhmist, fristet sich von Wurzeln und Früchten des Waldes, lebt von
abgefallenen Früchten. Auch trägt er das hänfene Hemd, trägt das härene
Hemd, trägt einen Rock, geflickt aus den im Leichenhof und auf der Straße
gefundenen Fetzen, hüllt sich in Lumpen, in Felle, in Häute, gürtet sich mit
Flechten aus Gras, mit Flechten aus Rinde, mit Flechten aus Laub, birgt die
Blöße unter pelzigem Schurze, unter borstigem Schurze, unter einem
Eulenflügel. Und er rauft sich Haupt- und Barthaar aus, die Regel der Haar-
und Bartausraufer befolgend; ist ein Stetigsteher, verwirft Sitz und Lager;
ist ein Fersensitzer, übt die Zucht der Fersensitzer; ist Dornenseitiger und
legt sich zur Seite auf ein Dornenlager; steigt allabendlich zum drittenmal
herab ins Büßerbad. So übt er sich gar vielfach in des Körpers inbrünstiger
Schmerzensaskese. Den heißt man, ihr Mönche, einen Menschen, der ein
Selbstquäler, der übung der Selbstqual eifrig ergeben ist.

"Was ist das aber, ihr Mönche, für ein Mensch, der ein Nächstenquäler, der
Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist? Da ist, ihr Mönche, einer ein
Schlächter, der Schafe und Schweine schlachtet, ist ein Vogelfänger, ein
Wildsteller, ein Jäger, ein Fischer, ein Räuber, ein Henker, ein
Kerkermeister, oder was man da sonst noch anderes als grausames Handwerk
betreibt. Den heißt man, ihr Mönche, einen Menschen, der ein Nächstenquäler,
der Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist.

"Was ist das aber, ihr Mönche, für ein Mensch, der ein Selbstquäler, der
Übung der Selbstqual eifrig ergeben ist, und der ein Nächstenquäler, der
Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist? Da ist, ihr Mönche, einer ein
König, ein Herrscher, dessen Scheitel gesalbt ist, oder ein hochmögender
Priester. Der hat im Osten der Stadt ein neues Herrenhaus errichten lassen.
Und mit geschorenem Haar und Barte, mit rauhem Felle gegürtet, mit Butteröl
am Körper bestrichen, den Rücken mit einem Hirschhorne reibend tritt er in
das Herrenhaus ein, begleitet von der ersten Gemahlin und dem Oberpriester.
Dort nimmt er im offenen Hofe, von wo man das Gras entfernt hat, Platz.
Einer Kuh, die ein ihr gleichendes Kalb bei sich hat, wird an dem einen
Euter die Milch ausgemolken, und damit der König bedient; wird an dem
zweiten Euter die Milch ausgemolken, und damit die Königin bedient; wird an
dem dritten Euter die Milch ausgemolken, und damit der Oberpriester bedient;
wird an dem vierten Euter die Milch ausgemolken, und damit dem Feuer
geopfert. Was noch bleibt, wird dem Kalbe gelassen. Und er gebietet: 'So
viele Stiere sollen erschlagen werden um des Opfers willen, so viele Farren
sollen erschlagen werden um des Opfers willen, so viele Färsen sollen
erschlagen werden um des Opfers willen, so viele Ziegen sollen erschlagen
werden um des Opfers willen, so viele Schafe sollen erschlagen werden um des
Opfers willen, so viele Bäume sollen gefällt werden, als Pfosten zu dienen,
so viel Gras soll gemäht werden, als Streu zu dienen!' Und seine Knechte und
Söldner und Werkleute gehen aus Furcht vor Strafe, von Angst
eingeschüchtert, mit tränenden Augen klagend daran, den Befehl auszuführen.
Den heißt man, ihr Mönche, einen Menschen, der ein Selbstquäler, der Übung
der Selbstqual eifrig ergeben ist, und der ein Nächstenquäler, der Übung der
Nächstenqual eifrig ergeben ist."

"Was ist das aber, ihr Mönche, für ein Mensch, der weder ein Selbstquäler,
nicht der Übung der Selbstqual eifrig ergeben ist, noch ein Nächstenquäler,
nicht der Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist: der ohne Selbstqual,
ohne Nächstenqual schon bei Lebzeiten ausgeglüht, erloschen, kühl geworden
ist, sich wohlfühlt, heilig geworden im Herzen? Da erscheint, ihr Mönche,
der Vollendete in der Welt, der Heilige, vollkommen Erwachte, der Wissens-
und Wandelsbewährte, der Willkommene, der Welt Kenner, der unvergleichliche
Leiter der Männerherde, der Meister der Götter und Menschen, der Erwachte,
der Erhabene. Er zeigt diese Welt mit ihren Göttern, ihren bösen und
heiligen Geistern, mit ihrer Schar von Priestern und Büßern, Göttern und
Menschen, nachdem er sie selbst verstanden und durchdrungen hat. Er
verkündet die Lehre, deren Anfang begütigt, deren Mitte begütigt, deren Ende
begütigt, die sinn- und wortgetreue, er legt das vollkommen geläuterte,
geklärte Asketentum dar.

"Diese Lehre hört ein Hausvater, oder der Sohn eines Hausvaters, oder einer,
der in anderem Stande neugeboren ward. Nachdem er diese Lehre gehört hat,
faßt er Vertrauen zum Vollendeten. Von diesem Vertrauen erfüllt denkt und
überlegt er also: 'Ein Gefängnis ist die Häuslichkeit, ein Schmutzwinkel;
der freie Himmelsraum die Pilgerschaft. Nicht wohl geht es, wenn man im
Hause bleibt, das völlig geläuterte, völlig geklärte Asketentum Punkt für
Punkt zu erfüllen. Wie, wenn ich nun, mit geschorenem Haar und Barte, mit
fahlem Gewande bekleidet, aus dem Hause in die Hauslosigkeit hinauszöge?' So
gibt er denn später einen kleinen Besitz oder einen großen Besitz auf, hat
einen kleinen Verwandtenkreis oder einen großen Verwandtenkreis verlassen
und ist mit geschorenem Haar und Barte, im fahlen Gewande von Hause fort in
die Hauslosigkeit gezogen.

"Er ist nun Pilger geworden und hat die Ordenspflichten der Mönche auf sich
genommen. Lebendiges umzubringen hat er verworfen, Lebendiges umzubringen
liegt ihm fern: ohne Stock, ohne Schwert, fühlsam, voll Teilnahme, hegt er
zu allen lebenden Wesen Liebe und Mitleid. Nichtgegebenes zu nehmen hat er
verworfen, vom Nehmen des Nichtgegebenen hält er sich fern: Gegebenes nimmt
er, Gegebenes wartet er ab, nicht diebisch gesinnt, rein gewordenen Herzens.
Die Unkeuschheit hat er verworfen, keusch lebt er: fern zieht er hin,
entraten der Paarung, dem gemeinen Gesetze. Lüge hat er verworfen, von Lüge
hält er sich fern: die Wahrheit spricht er, der Wahrheit ist er ergeben,
standhaft, vertrauenswürdig, kein Heuchler und Schmeichler der Welt. Das
Ausrichten hat er verworfen, vom Ausrichten hält er sich fern: was er hier
gehört hat erzählt er dort nicht wieder, um jene zu entzweien, und was er
dort gehört hat erzählt er hier nicht wieder, um diese zu entzweien; so
einigt er Entzweite, festigt Verbundene, Eintracht macht ihn froh, Eintracht
freut ihn, Eintracht beglückt ihn, Eintracht fördernde Worte spricht er.
Barsche Worte hat er verworfen, von barschen Worten hält er sich fern:
Worte, die frei von Schimpf sind, dem Ohre wohltuend, liebreich, zum Herzen
dringend, höflich, viele erfreuend, viele erhebend, solche Worte spricht er.
Plappern und Plaudern hat er verworfen, von Plappern und Plaudern hält er
sich fern: zur rechten Zeit spricht er, den Tatsachen gemäß, auf den Sinn
bedacht, der Lehre und Ordnung getreu, seine Rede ist reich an Inhalt,
gelegentlich mit Gleichnissen geschmückt, klar und bestimmt, ihrem
Gegenstande angemessen.

"Sämereien und Pflanzungen anzulegen hat er verschmäht. Einmal des Tags
nimmt er Nahrung zu sich, nachts ist er nüchtern, fern liegt es ihm zur
Unzeit zu essen. Von Tanz, Gesang, Spiel, Schaustellungen hält er sich fern.
Kränze, Wohlgerüche, Salben, Schmuck, Zierrat, Putz weist er ab. Hohe,
prächtige Lagerstätten verschmäht er. Gold und Silber nimmt er nicht an.
Rohes Getreide nimmt er nicht an. Rohes Fleisch nimmt er nicht an. Frauen
und Mädchen nimmt er nicht an. Diener und Dienerinnen nimmt er nicht an.
Ziegen und Schafe nimmt er nicht an. Hühner und Schweine nimmt er nicht an.
Elefanten, Rinder und Rosse nimmt er nicht an. Haus und Feld nimmt er nicht
an. Botschaften, Sendungen, Aufträge übernimmt er nicht. Von Kauf und
Verkauf hält er sich fern. Von falschem Maß und Gewicht hält er sich fern.
Von den schiefen Wegen der Bestechung, Täuschung, Niedertracht hält er sich
fern. Von Raufereien, Schlägereien, Händeln, vom Rauben, Plündern und
Zwingen hält er sich fern.

"Er ist zufrieden mit dem Gewande, das seinen Leib deckt, mit der
Almosenspeise, die sein Leben fristet. Wohin er auch pilgert, nur mit dem
Gewande und der Almosenschale versehn pilgert er. Gleichwie da etwa ein
beschwingter Vogel, wohin er auch fliegt, nur mit der Last seiner Federn
fliegt, ebenso auch ist der Mönch mit dem Gewande zufrieden, das seinen Leib
deckt, mit der Almosenspeise, die sein Leben fristet. Wohin er auch wandert,
nur damit versehn wandert er.

"Durch die Erfüllung dieser heiligen Tugendsatzung empfindet er ein inneres
fleckenloses Glück.

"Erblickt er nun mit dem Gesichte eine Form, so faßt er keine Neigung, faßt
keine Absicht. Da Begierde und Mißmut, böse und schlechte Gedanken gar bald
den überwältigen, der unbewachten Gesichtes verweilt, befleißigt er sich
dieser Bewachung, er hütet das Gesicht, er wacht eifrig über das Gesicht.

"Hört er nun mit dem Gehöre einen Ton,

"Riecht er nun mit dem Geruche einen Duft,

"Schmeckt er nun mit dem Geschmacke einen Saft,

"Tastet er nun mit dem Getaste eine Tastung,

"Erkennt er nun mit dem Gedenken ein Ding, so faßt er keine Neigung, faßt
keine Absicht. Da Begierde und Mißmut, böse und schlechte Gedanken gar bald
den überwältigen, der unbewachten Gedenkens verweilt, befleißigt er sich
dieser Bewachung, er hütet das Gedenken, er wacht eifrig über das Gedenken.

"Durch die Erfüllung dieser heiligen Sinnenzügelung empfindet er ein inneres
ungetrübtes Glück.

"Klar bewußt kommt er und geht er, klar bewußt blickt er hin, blickt er weg,
klar bewußt regt und bewegt er sich, klar bewußt trägt er des Ordens Gewand
und Almosenschale, klar bewußt ißt und trinkt, kaut und schmeckt er, klar
bewußt entleert er Kot und Harn, klar bewußt geht und steht und sitzt er,
schläft er ein, wacht er auf, spricht er und schweigt er.

"Treu dieser heiligen Tugendsatzung, treu dieser heiligen Sinnenzügelung,
treu dieser heiligen klaren Achtsamkeit sucht er einen abgelegenen Ruheplatz
auf, einen Hain, den Fuß eines Baumes, eine Felsengrotte, eine Bergesgruft,
einen Friedhof, die Waldesmitte, ein Steulager in der offenen Ebene. Nach
dem Mahle, wenn er vom Almosengange zurückgekehrt ist, setzt er sich mit
verschränkten Beinen nieder, den Körper gerade aufgerichtet, und pflegt der
Achtsamkeit. Er hat weltliche Begierde verworfen und verweilt begierdelosen
Gemütes, von Begierde läutert er sein Herz. Gehässigkeit hat er verworfen,
haßlosen Gemütes verweilt er, voll Liebe und Mitleid zu allen lebenden Wesen
läutert er sein Herz von Gehässigkeit. Matte Müde hat er verworfen, von
matter Müde ist er frei; das Licht liebend, achtsam, klar bewußt, läutert er
sein Herz von matter Müde. Stolzen Unmut hat er verworfen, er ist frei von
Stolz; innig beruhigten Gemütes läutert er sein Herz von stolzem Unmut. Das
Schwanken hat er verworfen, der Ungewißheit ist er entronnen; er zweifelt
nicht am Guten, vom Schwanken läutert er sein Herz.

"Er hat nun diese fünf Hemmungen aufgehoben, hat die Schlacken des Geistes
kennen gelernt, die lähmenden; gar fern von Begierden, fern von unheilsamen
Dingen lebt er in sinnend gedenkender ruhegeborener seliger Verzückung, in
der Weihe der ersten Vertiefung.

"Weiter sodann, ihr Mönche: nach Vollendung des Sinnens und Gedenkens
gewinnt der Mönch die innere Meeresstille, die Einheit des Geistes, die von
sinnen, von gedenken freie, in der Vertiefung geborene selige Verzückung,
die Weihe der zweiten Vertiefung.

"Weiter sodann, ihr Mönche: in heiterer Ruhe verweilt der Mönch gleichmütig,
achtsam, klar bewußt, ein Glück empfindet er im Körper, von dem die Heiligen
sagen: 'Glückselig weilt der Gleichmütige, der Achtsame'; so gewinnt er die
Weihe der dritten Vertiefung.

"Weiter sodann, ihr Mönche: nach Verwerfung der Freuden und Leiden, nach
Vernichtung des einstigen Frohsinns und Trübsinns erreicht der Mönch die
Weihe der leidlosen, freudlosen, gleichmütig einsichtigen vollkommenen
Reine, die vierte Vertiefung.

"Solchen Gemütes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt,
geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtet er das Gemüt auf die
erinnernde Erkenntnis früherer Daseinsformen. So kann er sich an manche
verschiedene frühere Daseinsform erinnern, als wie an ein Leben, dann an
zwei Leben, dann an drei Leben, dann an vier Leben, dann an fünf Leben, dann
an zehn Leben, dann an zwanzig Leben, dann an dreißig Leben, dann an vierzig
Leben, dann an fünfzig Leben, dann an hundert Leben, dann an tausend Leben,
dann an hunderttausend Leben, dann an die Zeiten während mancher
Weltenentstehungen, dann an die Zeiten während mancher Weltenvergehungen,
dann an die Zeiten während mancher Weltenentstehungen-Weltenvergehungen.
'Dort war ich, jenen Namen hatte ich, jener Familie gehörte ich an, das war
mein Stand, das mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war
mein Lebensende; dort verschieden war ich anderswo wieder ins Dasein: da war
ich nun, diesen Namen hatte ich, dieser Familie gehörte ich an, dies war
mein Stand, dies mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war
mein Lebensende; da verschieden trat ich hier wieder ins Dasein': so
erinnert er sich mancher verschiedenen früheren Daseinsform, mit je den
eigentümlichen Merkmalen, mit je den eigenartigen Beziehungen.

"Solchen Gemütes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt,
geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtet er das Gemüt auf die
Erkenntnis des Verschwindens-Erscheinens der Wesen. So kann er mit dem
himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Grenzen
hinausreichenden, die Wesen dahinschwinden und wiedererscheinen sehn,
gemeine und edle, schöne und unschöne, glückliche und unglückliche, er kann
erkennen wie die Wesen je nach den Taten wiederkehren. 'Diese lieben Wesen
sind freilich in Taten dem Schlechten zugetan, in Worten dem Schlechten
zugetan, in Gedanken dem Schlechten zugetan, tadeln Heiliges, achten
Verkehrtes, tun Verkehrtes; bei der Auflösung des Leibes, nach dem Tode,
gelangen sie auf den Abweg, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in untere
Welt. Jene lieben Wesen sind aber in Taten dem Guten zugetan, in Worten dem
Guten zugetan, in Gedanken dem Guten zugetan, tadeln nicht Heiliges, achten
Rechtes, tun Rechtes; bei der Auflösung des Leibes, nach dem Tode, gelangen
sie auf gute Fährte, in selige Welt': so kann er mit dem himmlischen Auge,
dem geläuterten, über menschliche Grenzen hinausreichenden, die Wesen
dahinschwinden und wiedererscheinen sehn, gemeine und edle, schöne und
unschöne, glückliche und unglückliche, er kann erkennen wie die Wesen je
nach den Taten wiederkehren.

"Solchen Gemütes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt,
geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtet er das Gemüt auf die
Erkenntnis der Wahnversiegung. 'Das ist das Leiden' erkennt er der Wahrheit
gemäß. 'Das ist die Leidensentwicklung' erkennt er der Wahrheit gemäß. 'Das
ist die Leidensauflösung' erkennt er der Wahrheit gemäß. 'Das ist der zur
Leidensauflösung führende Pfad' erkennt er der Wahrheit gemäß. 'Das ist der
Wahn' erkennt er der Wahrheit gemäß. 'Das ist die Wahnentwicklung' erkennt
er der Wahrheit gemäß. 'Das ist die Wahnauflösung' erkennt er der Wahrheit
gemäß. 'Das ist der zur Wahnauflösung führende Pfad' erkennt er der Wahrheit
gemäß.

"Also erkennend, also sehend wird da sein Gemüt erlöst vom Wunscheswahn,
erlöst vom Daseinswahn, erlöst vom Nichtwissenswahn. 'Im Erlösten ist die
Erlösung', diese Erkenntnis geht auf. 'Versiegt ist die Geburt, vollendet
das Asketentum, gewirkt das Werk, nicht mehr ist diese Welt' versteht er da.

"Den heißt man, ihr Mönche, einen Menschen, der weder ein Selbstquäler,
nicht der Übung der Selbstqual eifrig ergeben ist, noch ein Nächstenquäler,
nicht der Übung der Nächstenqual eifrig ergeben ist: der ohne Selbstqual,
ohne Nächstenqual schon bei Lebzeiten ausgeglüht, erloschen, kühl geworden
ist, sich wohlfühlt, heilig geworden im Herzen.

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort
des Erhabenen.


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Lothar Schenk
2010-11-10 08:45:53 UTC
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Raw Message
Post by Maximilien de Robespierre
Buddhismus selber ist keine Glaubensrichtung oder Religion. Es handelt
sich um eine große Sammlung unterschiedlicher Strömungen und
Anschauungen. Es ist auch nicht möglich so etwas wie einen kleinsten
gemeinsamen Nenner an Überzeugungen heraus zu arbeiten bzw. ein
gemeinsames Glaubensbekenntnis zu definieren.
Welche buddhistische Stroemung / Richtung / Gemeinschaft kennst du, die
nicht die vier edlen Wahrheiten zur Grundlage hat?
Maximilien de Robespierre
2010-11-11 12:12:59 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
Post by Maximilien de Robespierre
Buddhismus selber ist keine Glaubensrichtung oder Religion. Es handelt
sich um eine große Sammlung unterschiedlicher Strömungen und
Anschauungen. Es ist auch nicht möglich so etwas wie einen kleinsten
gemeinsamen Nenner an Überzeugungen heraus zu arbeiten bzw. ein
gemeinsames Glaubensbekenntnis zu definieren.
Welche buddhistische Stroemung / Richtung / Gemeinschaft kennst du, die
nicht die vier edlen Wahrheiten zur Grundlage hat?
ZEN

Maximilien
As Below
2010-11-11 14:27:44 UTC
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Raw Message
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
Post by Maximilien de Robespierre
Buddhismus selber ist keine Glaubensrichtung oder Religion. Es handelt
sich um eine große Sammlung unterschiedlicher Strömungen und
Anschauungen. Es ist auch nicht möglich so etwas wie einen kleinsten
gemeinsamen Nenner an Überzeugungen heraus zu arbeiten bzw. ein
gemeinsames Glaubensbekenntnis zu definieren.
Welche buddhistische Stroemung / Richtung / Gemeinschaft kennst du, die
nicht die vier edlen Wahrheiten zur Grundlage hat?
ZEN
Maximilien
Tja, sowas hatte ich befuerchtet... also alles nicht nur das...


irgendwie bloed, diese ebene der Betrachtung
--
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Lothar Schenk
2010-11-12 08:18:42 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
Post by Maximilien de Robespierre
Buddhismus selber ist keine Glaubensrichtung oder Religion. Es handelt
sich um eine große Sammlung unterschiedlicher Strömungen und
Anschauungen. Es ist auch nicht möglich so etwas wie einen kleinsten
gemeinsamen Nenner an Überzeugungen heraus zu arbeiten bzw. ein
gemeinsames Glaubensbekenntnis zu definieren.
Welche buddhistische Stroemung / Richtung / Gemeinschaft kennst du, die
nicht die vier edlen Wahrheiten zur Grundlage hat?
ZEN
"Wurzeln?" sprach der Kohlkopf im Kochtopf. "Wurzeln? Siehst du irgendwo
an mir Wurzeln? Nein, Wurzeln habe ich keine."
Maximilien de Robespierre
2010-11-15 06:45:20 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
"Wurzeln?" sprach der Kohlkopf im Kochtopf. "Wurzeln? Siehst du irgendwo
an mir Wurzeln? Nein, Wurzeln habe ich keine."
"Wurzeln?" sprach die reife Frucht, die vom Baume fiel. "Wurzeln? Siehst
Du irgendwo an mir Wurzeln? Nein Wurzeln habe ich keine."

Maximilien
Lothar Schenk
2010-11-15 08:42:34 UTC
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Raw Message
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
"Wurzeln?" sprach der Kohlkopf im Kochtopf. "Wurzeln? Siehst du irgendwo
an mir Wurzeln? Nein, Wurzeln habe ich keine."
"Wurzeln?" sprach die reife Frucht, die vom Baume fiel. "Wurzeln? Siehst
Du irgendwo an mir Wurzeln? Nein Wurzeln habe ich keine."
Und schon fing sie an zu faulen, wurde immer unansehnlicher und war bald
nicht mehr geniessbar.
As Below
2010-11-15 10:36:04 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Schenk
Post by Maximilien de Robespierre
Post by Lothar Schenk
"Wurzeln?" sprach der Kohlkopf im Kochtopf. "Wurzeln? Siehst du irgendwo
an mir Wurzeln? Nein, Wurzeln habe ich keine."
"Wurzeln?" sprach die reife Frucht, die vom Baume fiel. "Wurzeln? Siehst
Du irgendwo an mir Wurzeln? Nein Wurzeln habe ich keine."
Und schon fing sie an zu faulen, wurde immer unansehnlicher und war bald
nicht mehr geniessbar.
Doch aus ihrer fruechte kern
wuchs ein neues Baeumlein fein
u.s.w.

und so sprach also das wurzelgemuese

och neeeee
--
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wegzeiger
2010-11-12 09:39:31 UTC
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Raw Message
Post by Anne Onime
Wie sieht die buddhistische Ethik aus?
Wie steht Buddha (oder eine andere berühmte Autorität) zum Beispiel zu Mord?
Welche Regeln für das Sexualleben gibt es?
Was darf ein Buddhist alles tun, was ein Christ z B nicht kann und umgekehrt?
Für mich stellt sich die Frage, ob man Ethik überhaupt in Richtungen
oder Ansichten teilen kann. Ich meine dieses nicht.

Hermann
-wegzeiger-
--
"wegzeiger" ist nicht einfach nur ein nick - siehe:
www.die-wegbeschreibung.de
Michael Schulz
2010-11-23 17:12:25 UTC
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Raw Message
Post by Anne Onime
Wie sieht die buddhistische Ethik aus?
Mach die Augen zu, höre auf zu denken und ignoriere jede Art von
Gefühlen in dir. So sieht die buddhistische Ethik aus.
Post by Anne Onime
Wie steht Buddha (oder eine andere berühmte Autorität) zum Beispiel zu Mord?
Maya.
Post by Anne Onime
Welche Regeln für das Sexualleben gibt es?
Ist verboten weil es den Daseinskreislauf der nichts als Leiden bedeutet
in Gang hält. Eine Todsünde und die Ursache weshalb du stirbst.
Post by Anne Onime
Was darf ein Buddhist alles tun, was ein Christ z B nicht kann und umgekehrt?
Christen sowie Buddhisten dürfen alles und können nichts.

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