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Erleuchtete kuschen wieder wie unter den Nazis
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Avatar Peace
2010-06-03 09:01:23 UTC
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Raw Message
Stimmen aus Ashdod/Tel Aviv
"Rambomäßige Kommandoaktion im Stile Mogadischus"
von Anna Giulia Fink | 02. Juni 2010, 18:20

Der österreichische Sozialanthropologe und Journalist Leo
Gabriel verteidigt von Ashdod aus im derStandard.at-
Interview die Passagiere des geenterten Gaza-Hilfskonvois

Gabriel verfolgte den Vorfall direkt von der südisraelischen
Hafenstadt Ashdod aus. Er steht mit Organisationen und
Gruppierungen, die sich für Gaza einsetzen, in Kontakt und
hat bisher auf die Freilassung der inhaftierten Aktivisten
gewartet. Die Ausweisung der 680 Inhaftierten ist im Gange
und Gabriel überlegt nun, "wieder nach Hause zu fahren".
[....]
Leo Gabriel:
Die Israelis lassen überhaupt keine Informationsarbeit zu, das
ist Teil ihrer Strategie. Den Leuten, die sich auf den Booten befunden
haben, hat man ihre Informationsmittel, also Handys, weggenommen.
Das hat damit zu tun, dass Israel jetzt versucht, vor der öffentlichen
Meinung rechtzufertigen, dass sie die Opfer sind und nicht die Täter.

Im Großen und Ganzen glaubt ihnen eh niemand, aber einige beziehen
sich politisch dann doch darauf. Wie die USA, die jetzt verlangen, es
müsse eine Untersuchung geben. Ich glaube, es braucht diese
Untersuchung nicht einmal mehr.

derStandard.at:
Warum sind Sie gegen eine Untersuchung des Vorfalls?

Leo Gabriel:
Weil ganz klar ist, was in diesem Fall passiert und wie er
abgelaufen ist.

derStandard.at:
Sind für Sie alle Leute, die als Passagiere auf die Hilfsflotte einge-
stiegen sind, alle als Friedensaktivisten bezeichnen? Selbst die,
die mit Eisenstangen und Steinschleudern auf die Soldaten
losgehen, wie Videos zeigen?

Leo Gabriel:
Man muss bedenken, dass ein Militärkommando mit schwer bewaff-
neten Soldaten das Schiff geentert hat und die Leute - zu Recht -
aufgebracht waren, weil die Aktion in internationalen Gewässern
stattgefunden hat.

Die Friedensaktivisten hatten die Fahrt und Route gut durchdacht
und mitten in der Nacht kamen plötzlich die Israelis und haben sie
überfallen. Dann haben ein paar Leute Eisenstangen zur Hand und
versucht, die Soldaten ins Meer zu schmeißen.
Das war nicht mehr als Selbstverteidigung.

derStandard.at:
Dazu gibt es unterschiedliche Sichtweisen.

Leo Gabriel:
Ja, ich bin sicher, dass die Israelis deshalb die Information abblocken,
weil sie ihre eigenen Information generieren. Ich bin sicher, dass sie
von Rauchbomben behaupten. Taschenmesser, das normalerweise
auch braucht, um auf See Seile zu durchschneiden. Alles das auf-
gegriffen plötzlich. Es würde mich nicht wundern, wenn Gewehre
und Pistolen auftauchen, die die Demonstranten mitgehabt
haben sollen.

derStandard.at:
Sie sind trotzdem gegen eine Untersuchung des Vorfalls?

Leo Gabriel:
Eine Untersuchung müsste schon stattfinden, aber nicht in der Form,
dass die Israelis einfach auspacken und sich alles zurechtlegen, wie
sie möchten. Wenn es ernsthafte Bemühungen geben würde in
Richtung einer Untersuchung, hätte die schon längst begonnen.

derStandard.at:
Wie kommen Sie zu dem Schluss, dass die Israelis versuchen
würden, die Informationen zu steuern?

Leo Gabriel:
Die Aktivisten wurden verhaftet und mundtot gemacht, weil man
unter dem Vorwand der Registrierung keinen Journalisten an
sie herangelassen hat.

derStandard.at:
Warum wollten sich die Inhaftierten nicht abschieben lassen,
sondern lieber im Gefängnis bleiben?

Leo Gabriel:
Sie haben im Inneren des Gefängnisses Widerstand geleistet,
indem sie gezeigt haben, dass sie zusammenhalten und dass sie
jetzt nicht gehen werden. Nicht wenn nur ein paar gehen oder
wenn dafür in irgendeinerForm ein Schuldgeständnis notwendig ist.
[...]
derStandard.at:
Sie kennen einige Aktivisten. Es gibt Spekulationen, wonach
die Aktion mit der Hamas abgestimmt gewesen sein soll.
Halten Sie das für wahrscheinlich?

Leo Gabriel:
Es mag Leute gegeben haben oder noch immer geben, die auch
mit der Hamas beziehungsweise mit ihren Vertretern außerhalb
des Gazastreifens Kontakt gehabt haben. Aber die Organisation
selbst ist schon deshalb nicht in den Händen der Hamas, weil die
Hamas eine islamistische Organisation ist und sich hier Leute
von beispielsweise katholischen Organisationen wie "Pax Christi",
also aus den verschiedensten religiösen Ecken, beteiligen.

Der Kampf für die Palästinenser hat eine lange Tradition. Daran haben
sich im Laufe der Geschichte auch amerikanische Kirchenleute,
Friedensbewegungen aus der Schweiz, evangelische Kirchen-
vertreter beteiligt. Zu sagen, dass das alles Anhänger der
Hamas sind, ist sehr billig von Seiten der israelischen Regierung.
[...]
derStandard.at: Wird Ihrer Meinung nach an der Blockade gerüttelt
werden, wie es etwa der französische Präsident Nicolas Sarkozy fordert?

Leo Gabriel:
Im Moment ist Israel sehr im Eck. Vor allem aufgrund der unheiligen
Hardliner-Koalition Benjamin Netanjahu-Avigdor Lieberman. Alles
deutet darauf hin, dass sie auf stur schalten, aber die Frage ist,
wie lange sie sich das leisten können.

Nicht dass Israel auf Diplomatie besonders sensibel reagieren würde,
aber die Beziehung zur Türkei wird aufgrund der Wasser- und Energie-
zufuhr doch noch sehr interessant wären. Die Israelis sind jetzt einmal
in der Defensive, auch wenn sie noch so aggressiv tun. Das ist ein
objektives Faktum. (fin, derStandard.at, 2.6.2010)
http://derstandard.at/1271378075332/Stimmen-aus-Ashdod

Er charakterisiert das israelische Militär, die ein mit Hilfsgütern
beladenes Schiff entern, als ob es darum ginge ein
entführtes Flugzeug zu befreien.

Für das israelische Militär waren die Leute auf dem Schiff
anscheinend alles Terroristen, so wie in Mogadischu.
Und so sind sie auch mit den Leuten umgegangen.

Die israelische Version der Objektivität (die die deutschen Medien
fressen [1] wie damals die Nazi-Propaganda) mittels eines Kriegs-
Berichterstatters, der immer mit dem israelischen Militär mitläuft
(warum der das wohl darf?) um die Bilder fürs Militär zu liefern.

Der israelische Kriegsberichterstatter wird in deutschen Medien
als "objektiv" dargestellt. Ein Mann, den das israelische Militär
mitlaufen lässt, damit er ihre Aktion "publizistisch verkauft"!

ciao

[1]
Die Quintessenz der deutschen und österreichischen Prozionisten:
Egal was Israelis den Menschen antun, der Deutsche muss sie lieben,
weil sie für immer und ewig arme Juden sind, denn wenn er sie nicht
liebt und nicht bedingungslos alles richtig findet, was sie treiben, oder
macht was sie wollen, dann ist er Antisemit und ein Antisemit ist
ein Rassist und ein Rassist ist ein deutscher Nazi und ein deutscher
Nazi ist zwangsläufig so das schlimmste was auf der Erde rumkriecht.

Unter einem solchen moralischen Schutzschild, der an _keinerlei_
moralische Kriterien gebunden ist, stand noch kein Volk (oder
Religion) der Erde und DAS kann sicherlich nicht richtig sein!
Falcko
2010-06-04 10:11:43 UTC
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Raw Message
Avatar Peace <***@political.incorrect> wrote
"Erleuchtete kuschen wieder wie unter den Nazis"

"Sie! Herr Nachbar! Herr Nachbar!" schrie Aloisius, "hamm Sie
vielleicht an Schmaizla bei Eahna?" An Schnupftabak -
ham's nix? A Pris? - geh weida, fahr oane her!"

Der Durchgeistigte sah ihn nur völlig entgeistert an,
lispelte nur "Hosianna!" und flog von hinnen.

http://www.neukam-alfred.de/menue/00000005/alois/aloisius.htm
Avatar Fritz
2010-06-12 08:01:57 UTC
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Raw Message
Post by Falcko
"Erleuchtete kuschen wieder wie unter den Nazis"
"Sie! Herr Nachbar! Herr Nachbar!" schrie Aloisius, "hamm Sie
vielleicht an Schmaizla bei Eahna?" An Schnupftabak -
ham's nix? A Pris? - geh weida, fahr oane her!"
Der Durchgeistigte sah ihn nur völlig entgeistert an,
lispelte nur "Hosianna!" und flog von hinnen.
http://www.neukam-alfred.de/menue/00000005/alois/aloisius.htm
WO sind die Zeiten dahin, als sich Erleuchtete aus Protest anzündeten?

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Oder wegen Kriegsverweigerung in den Tod gingen?

Früher war alles besser. Sogar die Zukunft.
(Alexander Eilers).
concubius
2010-06-19 17:39:26 UTC
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Raw Message
Post by Avatar Fritz
Post by Falcko
"Erleuchtete kuschen wieder wie unter den Nazis"
"Sie! Herr Nachbar! Herr Nachbar!" schrie Aloisius, "hamm Sie
vielleicht an Schmaizla bei Eahna?" An Schnupftabak -
ham's nix? A Pris? - geh weida, fahr oane her!"
Der Durchgeistigte sah ihn nur völlig entgeistert an,
lispelte nur "Hosianna!" und flog von hinnen.
http://www.neukam-alfred.de/menue/00000005/alois/aloisius.htm
WO sind die Zeiten dahin, als sich Erleuchtete aus Protest anzündeten?
http://doktorsblog.de/UserFiles/Image/Politik/picburner.jpg
Oder wegen Kriegsverweigerung in den Tod gingen?
Früher war alles besser. Sogar die Zukunft.
(Alexander Eilers).
"Erleuchtete" die sich aus Protest anzünden, haben keinen Dunst vom
Buddhismus. Denn in allem religiösen geht es um die vorbehaltlose
Unterordnung, sei es das Christentum, sei es der Buddhismus, sei es
der Kapitalismus. Und, ob man nun wegen Kriegsdienstverweigerung in
den Tod geht, oder eben für einen x beliebigen Krieg, das ist alles
wirklich einerlei, ausser, dass der Verweigerer aus Gründen des
Selbstbetrugs da hin geht.

Leben ist Krieg, Leben wird immer Krieg sein.

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